dpa-AFX-Überblick: UNTERNEHMEN vom 26.10.2026 - 15.15 Uhr
ROUNDUP: Bayers Xarelto-Nachfolger Asundexian in China zugelassen
LEVERKUSEN - Bayer darf auf dem wichtigen
chinesischen Markt den potenziellen Nachfolger des vormaligen
Blockbusters Xarelto zur Vorbeugung sekundärer Schlaganfälle
verkaufen. Die chinesische Behörde für Medizinprodukte NMPA habe den
Wirkstoff Asundexian mit dem Markennamen Sunharbo zur
Schlaganfallprävention bei Patienten zugelassen, die zuvor einen
nicht-kardioembolischen ischämischen Schlaganfall oder eine
hochrisiko-transitorische ischämische Attacke ("Minischlaganfall")
erlitten haben, teilte der Pharma- und Agrarchemiekonzern am Montag
mit. An der Börse stieg der Bayer-Kurs am Vormittag im mehr als drei
Prozent, was zudem auch an guten Studiendaten zum
Prostatakrebsmedikament Nubeqa lag.
ROUNDUP: Meta plant Aktienverkäufe für knapp 100 Milliarden
US-Dollar
MENLO PARK - Der Plattform-Konzern Meta will durch
den Verkauf von Aktien bis zu 95 Milliarden US-Dollar (knapp 85 Mrd
Euro) für seine KI-Investitionen einnehmen. Das Unternehmen will
Stamm- und Vorzugsaktien im Volumen von rund 35 Milliarden Dollar
anbieten, wie es am Montag mitteilte. Zudem plant Meta, bis zu 60
Milliarden US-Dollar über ein sogenanntes "At-the-Market"-Programm
(ATM) zu erlösen. Das ist ein Verfahren, das es Unternehmen
ermöglicht, Aktien schrittweise direkt am freien Markt zu verkaufen.
Bei diesen Aktien handelt es sich um die geplanten stimmrechtslosen
Aktien der Klasse C. Damit will sich das Unternehmen Kapital für den
Wettlauf um die führende Rolle bei der Entwicklung künstlicher
Intelligenz sichern.
US-Telekomkonzern Verizon hebt Ausblick erneut - Aktie dennoch im
Minus
NEW YORK - Der US-Telekomkonzern Verizon hat nach
einem deutlichen Kundenzustrom im dritten Quartal erneut seinen
Ausblick für das Gesamtjahr angehoben. Nicht nur rechnet der Rivale
des Deutsche-Telekom-Ablegers T-Mobile US
nun mit einer größeren Steigerung der Nettozugänge
bei den Telefonvertragskunden, auch beim bereinigten Gewinn je Aktie
dürfte mehr herausspringen als bisher avisiert, hieß es am Montag
vom Konzern aus New York.
Frasers Group übernimmt bei Hugo Boss absolute Mehrheit
METZINGEN - Die britische Frasers Group hat beim
Bekleidungshersteller Hugo Boss nun die absolute
Mehrheit der Aktien. Sie hält 50,08 Prozent der Anteile an dem
Unternehmen, wie die Briten mitteilten. Frasers kann auf
Hauptversammlungen alle einfachen Beschlüsse wie Gewinnverwendung
oder Entlastung des Vorstands mit einfacher Mehrheit allein
entscheiden. Wenn nicht alle Aktionäre vertreten sind, genügen dafür
auch schon entsprechend geringere Stimmanteile - faktisch hat
Frasers also schon länger das Sagen bei Hugo Boss. Die Beteiligung
der Briten hatte zuletzt 47,89 Prozent betragen, sodass zur
Übernahme der Mehrheit nicht mehr viel fehlte.