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ROUNDUP/Aktien Europa Schluss: Anleiherenditen und Ölpreise beunruhigen Anleger

Steigende Ölpreise und Anleiherenditen haben den Anlegern an den wichtigsten Aktienmärkten der Eurozone am Mittwoch die Stimmung vermiest. Insbesondere französische Staatsanleihen standen unter Druck. Der Präsident der französischen Zentralbank, Emmanuel Moulin, sagte dazu, dass Frankreich mit Blick auf das Staatsdefizit durchaus in einer Risikozone sei und der Haushaltsplan für 2027 wichtig werde, um die Finanzmärkte zu beruhigen.

Der EuroStoxx 50 fiel zwischenzeitlich auf den tiefsten Stand seit Mitte Juni und schloss mit einem Minus von 1,47 Prozent bei 6.180,29 Punkten. Außerhalb der Euroregion sank der britische FTSE 100 um 0,79 Prozent auf 10.458,50 Zähler. Der Schweizer Leitindex SMI legte um 0,14 Prozent auf 13.808,42 Zähler zu und profitierte damit von Kursgewinnen einiger defensiver Schwergewichte.

"Die Lage an den Anleihemärkten bereitet den Anlegern zunehmend Sorgen", konstatierte Analyst Andreas Lipkow vom Broker CMC Markets. Gemeinsam mit den immer noch hohen Energiepreisen braue sich damit eine gefährliche Mixtur zusammen, die verstärkt auch die Aktienmärkte erfassen könnte, so Lipkow.

Die erneut verschärfte Lage an den Anleihemärkten belastete vor allem die europäischen Bankenwerte. So verbuchten die Aktien von BNP Paribas , Societe Generale , Credit Agricole , Santander , BBVA , Unicredit und Intesa Sanpaolo Kursabschläge zwischen 2,0 und 5,0 Prozent.

Unter Druck standen auch Technologietitel. Vor den Zahlen asiatischer Halbleiterschwergewichte war Zurückhaltung zu spüren. Marktexperte Lipkow sieht darin die Unsicherheit reflektiert, "ob große Technologieunternehmen wie Samsung und SK Hynix die hohen Erwartungen der Anleger tatsächlich erfüllen können". Die Papiere von BE Semiconductor sackten um 8,5 Prozent ab. Die Analysten von UBS hatten die Aktien von "Kaufen" auf "Verkaufen" abgestuft und das Kursziel deutlich gesenkt.

Besser als der Gesamtmarkt hielt sich der Autosektor. Die Aussicht auf europäische Importbeschränkungen gegen Hybridautos aus China bremste das Verkaufsinteresse der Anleger. Die Europäische Union (EU) bereite Schutzmaßnahmen vor, die die Einfuhr chinesischer Hybridfahrzeuge in die EU begrenzen sollen, hatte die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf mit der Sache vertraute Personen berichtet. Unter den Einzelwerten zogen die Papiere von Renault um 3,7 Prozent an, jene von Stellantis gewannen 1,6 Prozent./edh/he

 ISIN  GB0001383545  FR0003500008  EU0009658145  CH0009980894

AXC0234 2026-10-07/18:29

Relevante Links: BE Semiconductor Industries N.V., SK hynix, Inc., Société Générale S.A., Banco Santander Central Hispano S.A., Intesa Sanpaolo S.p.A., BNP Banque Nationale de Paris Paribas S.A., Samsung Electronics Co. Ltd., UniCredit S.p.A., Crédit Agricole S.A., Renault S.A., Banco Bilbao Vizcaya Argentaria (BBVA), Stellantis N.V.

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