Aktien Frankfurt: Zins- und Inflationssorgen belasten Dax
Der Ölpreisanstieg und zunehmende
Inflationssorgen haben auch zum Start in den neuen Börsenmonat
September den deutschen Aktienmarkt belastet. Der Dax
"Nach der jüngsten Rekordjagd sind die Anleger zwischen hohen Bewertungen und veränderten Zinsperspektiven auf der Suche nach einem neuen Gleichgewicht", umschrieb Chefmarktanalyst Timo Emden von Craptrader das Marktgeschehen. "Ein Mix aus geopolitischem Glatteis, geldpolitischen Fragezeichen und neuen Ölpreisspitzen zwingt Investoren zum Abstieg, um wieder festen Tritt zu fassen."
Hohe Kursverluste insbesondere bei Rüstungswerten drückten den MDax
Angesichts schon hoher Bewertungen haben die Börsen mit den weiter anziehenden Ölpreisen zu kämpfen. Am Montag zogen diese bereits kräftig an, nachdem der Iran-Krieg nach gegenseitigen Militärschlägen der USA und des Iran wieder eskaliert war. Am Dienstag legten die Ölpreise noch etwas weiter zu, angeschoben auch durch das knappe Angebot bei Diesel infolge der Angriffe auf die russische Ölindustrie im Krieg mit der Ukraine.
Hinzu kommen hohe Anleihezinsen als Belastung für die Börsen. Eine Zinserhöhung der Europäischen Zentralbank (EZB) in der kommenden Woche gilt seit geraumer Zeit als sicher. Und seit entsprechenden Hinweisen von US-Notenbankchef Kevin Warsh vom Freitag gehen die Märkte auch von einer Leitzinserhöhung in den USA im September aus.
"Langsam setzt sich bei den Anlegern die Erkenntnis durch, dass bei der Zinsanpassung noch nicht das Ende der Fahnenstange erreicht ist", erklärte Jochen Stanzl von der Consorsbank den jüngsten Abwärtsdruck an den Börsen. Zudem hätten die noch immer ungelöste Frage des freien Seeverkehrs durch die Straße von Hormus sowie die Fed-Signale auf eine straffere Geldpolitik eine Verkaufswelle befeuert, die noch in der vergangenen Woche als "vorläufig eingefangen" gegolten habe.
Auf Unternehmensseite im Dax näherten sich Symrise
Weitere Analystenstudien bewegten die Kurse. So kletterten als einer
der Dax-Favoriten die Papiere des Pharma- und Technologiekonzerns
Merck
GFT
--- Von Tanja Vedder, dpa-AFX ---
ISIN DE0008469008 DE0008467416
AXC0194 2026-09-01/14:42
Relevante Links: Merck KGaA, GFT Technologies SE, Symrise AG, HUGO BOSS AG, Mutares SE & Co. KGaA