KÖLN/FLENSBURG - Der Kölner Motorenbauer Deutz peilt
den größten Zukauf seiner gut 160-jährigen Firmengeschichte an. Wie
das Unternehmen am Donnerstag in Köln mitteilte, hat es eine
Vereinbarung zur Übernahme des Rüstungskonzerns FFG Flensburger
Fahrzeugbau GmbH aus Schleswig-Holstein geschlossen. Der Kaufpreis
liege bei rund 1,6 Milliarden Euro. Er soll teilweise in Aktien
bezahlt werden. Diese Eigenkapitalkomponente von derzeit rund 600
Millionen Euro wird durch die Ausgabe neuer Deutz-Aktien an die
Verkäuferfamilien geleistet, wie es weiter hieß.
ROUNDUP 2: Ringen um VW-Sparpläne: Die Proteste laufen
WOLFSBURG/OSNABRÜCK/STUTTGART - Die IG Metall wehrt sich mit
bundesweiten Aktionen gegen drohende Werksschließungen und einen
weiteren Stellenabbau bei Volkswagen . Der VW
-Aufsichtsrat wollte am Nachmittag zusammenkommen, um
über neue Sparpläne für den Konzern zu beraten. Mehr als ein Dutzend
Aktionen der Arbeitnehmervertreter waren geplant, teils sind sie
bereits gelaufen. In Wolfsburg ist eine Kundgebung direkt am
Vorstandshochhaus angekündigt. Im Vorstandshochhaus kommt um 14.30
der Aufsichtsrat zusammen - auch in dem Kontrollgremium treffen sehr
unterschiedliche Vorstellungen aufeinander.
ROUNDUP: Schott Pharma erhöht Prognose nach starkem Quartal - Aktie
springt an
MAINZ - Der Pharmazulieferer Schott Pharma hat nach
einem starken Quartal die Prognosen für das Gesamtjahr erhöht. Für
das Geschäftsjahr 2026 sei nun ein währungsbereinigtes
Umsatzwachstum von 5 bis 6 Prozent zu erwarten, teilte das im
Nebenwerteindex SDax notierte Unternehmen am
Mittwochabend in Mainz mit. Bisher standen 2 bis 5 Prozent auf dem
Zettel. Die Marge bezogen auf das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und
Abschreibungen (Ebitda) werde statt rund 27 Prozent bei 27 bis 28
Prozent erwartet. Die Kennzahlen liegen laut Schott über den
Markterwartungen.
Astrazeneca-Kandidat Wainua verfehlt Ziel in klinischer Studie -
Aktie sackt ab
LONDON - Der Astrazeneca-Hoffnungsträger Wainua hat in
einer klinischen Studie enttäuscht. In der Phase-III-Studie
verfehlte das Medikament das Hauptziel einer Verbesserung bestimmter
Herzkrankheiten gegenüber einem Placebo, wie das Unternehmen am
Donnerstag in London mitteilte. Bei Wainua (Wirkstoff Eplontersen)
handelt es sich um ein Medikament zur Gen-Stilllegung, das die
Produktion abnormaler Proteine in der Leber unterdrückt. Es hätte
helfen sollen, seltene und möglicherweise tödliche Herzfehler zu
behandeln. Bereits zugelassen ist es für Patienten, bei denen sich
Proteine fehlerhaft bilden und im Körper ansammeln. Die Aktie von
Astrazeneca fiel in London im frühen Handel um bis zu 13 Prozent und
reduzierte das Minus zuletzt auf 9 Prozent.
ROUNDUP/Maue Konsumstimmung in Deutschland: Fielmann wird
vorsichtiger
HAMBURG - Die Optikerkette Fielmann hat im ersten
Halbjahr in Deutschland eine verhaltene Verbraucherstimmung zu
spüren bekommen. Dank des Ausbaus des internationalen Geschäfts
stieg der Umsatz um zwei Prozent auf 1,25 Milliarden Euro, wie das
Unternehmen am Donnerstag anhand vorläufiger Zahlen in Hamburg
mitteilte. Im zweiten Quartal legte das internationale Geschäft um
sechs Prozent zu, während der Heimatmarkt "moderat" wuchs, wie es
hieß.
Hugo Boss empfiehlt Übernahmeangebot der Fraser Group nicht
anzunehmen
METZINGEN - Der Modekonzern Hugo Boss hält das
Übernahmeangebot des Großaktionärs Frasers Group für nicht
ausreichend. "Der Angebotspreis von 38,00 Euro pro Aktie spiegelt
den eigenständigen Wert und das zukünftige Wertschöpfungspotenzial
von Hugo Boss nicht angemessen wider", teilte das Unternehmen am
Donnerstag mit. Die Offerte sei dabei einem unabhängigen
Prüfungsverfahren unterzogen worden.
ROUNDUP: Südzucker mit Ergebnissprung - Umsatzprognose leicht erhöht
MANNHEIM - Südzucker hat sein operatives Ergebnis im
ersten Geschäftsquartal deutlich verbessert. Zudem hob der Konzern
seine Umsatzprognose für das laufende Geschäftsjahr leicht an. Am
Markt wurde dies positiv angenommen: Die im SDax
notierte Aktie gewann am Donnerstag rund eineinhalb Prozent. Im
laufenden Jahr summiert sich das Kursplus des Unternehmens, das im
vergangenen Jahr Verluste produziert und die Aktionäre mit einem
Dividendenausfall verärgert hatte, auf knapp 23 Prozent.
SALZGITTER/ESSEN/DUISBURG - Die Übernahme des Stahlherstellers
Hüttenwerke Krupp Mannesmann (HKM) durch Salzgitter
ist fix. Salzgitter habe mit den beiden Miteigentümern Thyssenkrupp
Steel und Vallourec eine endgültige
Einigung erzielt, teilte der Konzern am Donnerstag mit. Über
finanzielle Details wurde Stillschweigen vereinbart. Salzgitter und
Thyssenkrupp hatten sich Anfang Februar im Grundsatz auf eine
Übernahme geeinigt.
Orlopp: 'Unicredit braucht mehr als nur die Kontrolle'
BRÜSSEL/WALLDORF (dpa-AFX) - Der deutsche Softwarekonzern SAP
hat mit Zusagen eine drohende EU-Strafe wegen
möglicher Wettbewerbsverstöße abgewendet. Das teilte die
EU-Kommission mit. Sie hatte wegen des Verdachts, Europas größter
Softwarehersteller könnte den Wettbewerb bei Wartungs- und
Supportdienstleistungen verzerrt haben, im September ein Verfahren
eröffnet. Das Unternehmen mit Sitz in Walldorf in Baden-Württemberg
hatte die Vorwürfe zurückgewiesen.
PepsiCo wächst vor allem im Ausland
PURCHASE - Der Getränke- und Snackhersteller Pepsico
hat seinen Umsatz im zweiten Quartal dank des Wachstums im
internationalen Geschäft deutlich gesteigert. Die Erlöse legten um
6,4 Prozent auf fast 24,2 Milliarden US-Dollar zu, wie das
Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Organisch, also Währungs- und
portfoliobereinigt blieb der US-Hersteller von Doritos, Lay's und
Gatorade mit einem Plus von 2,4 Prozent allerdings etwas hinter den
Erwartungen der Analysten zurück. So schmälerten niedrigere Preise
den Umsatz im nordamerikanischen Snackgeschäft.