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Aktien Frankfurt: Dax nach zwei Tagen Talfahrt stabil knapp unter 25.000 Punkten

Nach kräftigen Verlusten in den vergangenen zwei Handelstagen hat sich der Dax am Donnerstag stabilisiert. Frühe Erholungsgewinne bröckelten jedoch rasch ab. Am Nachmittag stand für den deutschen Leitindex ein kleines Plus von 0,3 Prozent auf 24.970 Punkte zu Buche. Am Montag noch hatte er mit 25.900 Punkten einen weiteren Rekord erreicht, bis zur Wochenmitte aber bereits wieder mehr als 1.000 Punkte eingebüßt.

Der MDax , der Index der mittelgroßen Werte, erholte sich am Donnerstag mit plus 0,5 Prozent auf 31.670 Zähler.

Neben Verlusten aufgrund einer eingetrübten Stimmung für KI-Werte, die sich besonders in Asien bemerkbar gemacht hatte, trübte am Vortag zusätzlich die erneute Eskalation im Nahen Osten die Börsenlaune. Sie schürte einmal mehr Sorgen vor steigenden Ölpreisen und damit vor Inflationsdruck und einer Belastung der Konjunktur.

"Monatelang entwickelte sich der Iran-Konflikt in eine Richtung, die auf ein diplomatisches Endspiel hindeutete. Die Ereignisse der letzten Tage gehen allerdings in die falsche Richtung", kommentierte Marktanalyst Jochen Stanzl von der Consorsbank die jüngsten Entwicklungen.

In Asien stabilisierten sich die Aktienmärkte. Dem südkoreanische Kospi , der besonders unter dem vorläufigen Ende der KI-Rally gelitten hatte und zurück ist auf Mai-Niveau, gelang am Ende des Handelstages der Dreh ins Plus. Hierzulande half dies Infineon mit plus 3,2 Prozent im Dax. Im MDax erholten sich Aixtron , Jenoptik , Elmos oder auch Suss Microtec etwas mit Gewinnen zwischen 5,5 und 7 Prozent.

Auch Siltronic waren mit von der Partie. Doch ihr Kursplus von fast 14 Prozent war auch einem positiven Analystenurteil zu verdanken. So hatte Martin Jungfleisch von Exane BNP das Kursziel kräftig auf 108 Euro angehoben und die Aktie auf "Outperform" hochgestuft. Er sieht die KI-Nachfrage als Katalysator für den Absatz von Wafern mit Durchmessern bis 300 Millimeter und hält daher massive Preissteigerungen für möglich.

Die VW-Aktie weitete dagegen ihre Verluste um 1,8 Prozent aus. Der Aufsichtsrat berät über neue Sparpläne des Konzernvorstands, während IG Metall und Betriebsrat mit einem bundesweiten Aktionstag dagegen halten. Die Pläne des Autobauers mit Stellenstreichungen und möglichen Werksschließungen könnten laut der UBS zu Umbaukosten in Milliardenhöhe führen. Angesichts des zunehmenden Wettbewerbs aus China sieht die Schweizer Bank zudem das Risiko einer Gewinnwarnung.

Nordex machten mit plus 5,5 Prozent einen kleinen Teil der Verluste der vergangenen Handelstage wett. Der Windkraftanlagenbauer meldete für das zweite Quartal deutlich mehr Bestellungen als im Vorjahr und auch im ersten Quartal. Das Papier des Motorenherstellers Deutz profitierte mit plus 3,4 Prozent zugleich von einem angekündigten Zukauf im Bereich Rüstung.

Der Pharmazulieferer Schott aus dem SDax hob nach einem starken Quartal seine Jahresprognosen an. Die kanadische Bank RBC reagierte prompt mit einer Hochstufung auf "Outperform". Die Aktie sprang um fast 14 Prozent hoch./ck/stk

--- Von Claudia Müller, dpa-AFX ---

 ISIN  DE0008469008  DE0008467416

AXC0237 2026-07-09/14:45

Relevante Links: Deutz AG, Elmos Semiconductor SE, SCHOTT PHARMA INH O.N., Aixtron SE, Süss MicroTec SE, Nordex SE, Volkswagen AG, Jenoptik AG, Siltronic AG, Infineon Technologies AG

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