Aktien Frankfurt: Dax scheitert vorerst an Hürde von 25.000 Punkten
Bei weiter starken Übersee-Börsen ist für den
Dax am Donnerstag die Hürde von 25.000 Punkten nach
den jüngsten Gewinnen noch zu hoch. Am Nachmittag gab der deutsche
Leitindex um 0,20 Prozent auf 24.868 Punkte nach.
Für den MDax mit den mittelgroßen Werten ging es um
0,30 Prozent auf 31.874 Zähler hoch. Der Eurozonen-Leitindex
EuroStoxx 50 notierte kaum verändert.
Im Fokus stehen noch einmal zahlreiche Quartalsberichte von
Unternehmen, der Ölpreis und die Lage im Iran. Eine Einigung über
ein Ende des Kriegs mit dem Iran ist nach Einschätzung von
US-Präsident Donald Trump in den kommenden Tagen möglich. Noch sähen
aber die Anleger die aktuellen Entwicklungen im Nahen Osten nicht
als Freifahrtschein für den Dax, um wieder die alten Rekordniveaus
erreichen zu können, kommentierte Marktexperte Andreas Lipkow vom
Broker CMC Markets. Das Rekordhoch aus dem Januar steht bei 25.507
Punkten.
Im Leitindex sanken die in diesem Jahr bereits sehr schwachen
Papiere von Siemens Healthineers nach Quartalszahlen
um 5,7 Prozent. Anhaltende Probleme der Labordiagnostik-Sparte in
China sowie die wieder steigende Inflation lassen den
Medizintechnikkonzern für das laufende Geschäftsjahr pessimistischer
werden.
Henkel legten hingegen um 4,3 Prozent zu. Der
Konsumgüterhersteller bestätigte die Prognose und kam beim
organischen Umsatz im ersten Jahresviertel etwas besser voran als
gedacht.
Im MDax sackten Lanxess um 8,4 Prozent ab. JPMorgan
bemängelte die Aussichten des Chemiekonzerns für das zweite Quartal.
Deutz sprangen um 8,6 Prozent hoch, die DZ Bank
nannte das erste Quartal des Motorenherstellers solide. Erholt
präsentierten sich zudem die Titel des Staplerherstellers
Jungheinrich mit einem Plus von 6,5 Prozent nach
Bestätigung der Jahresziele.
Suss Microtec , GFT Technologies , PVA
Tepla und SAF-Holland gewannen im
Nebenwerteindex SDax nach Quartalszahlen zwischen 6
und 9 Prozent./ajx/jha/