Aktien Frankfurt: Dax erholt nach schwachem Mai-Start
Von seinem schwachen Start in den Mai hat sich
der Dax am Dienstag erholt. Gegen Mittag legte der
deutsche Leitindex um 1,03 Prozent auf 24.240 Punkte zu. Einmal mehr
reagierte das Barometer auf die Ölpreise, die auf hohem Niveau etwas
nachgaben.
Für den MDax mit den mittelgroßen Werten ging es um
1,37 Prozent auf 30.864 Zähler hinauf. Der Eurozonen-Leitindex
EuroStoxx 50 gewann 1,2 Prozent.
Im Iran-Krieg geht es derzeit vor allem um das von den USA
initiierte "Projekt Freiheit", das darauf abzielt, die Straße von
Hormus wieder für die Schifffahrt freizumachen. Irans Außenminister
bezeichnete es auf der Plattform X als "Projekt Sackgasse".
In der Berichtssaison enttäuschte Fresenius Medical Care (FMC)
die Anleger. Analysten bemängelten das schwache
Abschneiden des Dialysekonzerns bei den so wichtigen
Behandlungszahlen in den USA. Die Papiere rutschten ans Dax-Ende mit
einem Minus von 5 Prozent.
Rheinmetall gewannen an der Dax-Spitze nach
Quartalszahlen mehr als 4 Prozent und bauten so ihr deutliches Plus
vom Vortag aus. Die Resultate lägen unter den Markterwartungen,
schrieb Analyst David Perry von JPMorgan. Der Rüstungskonzern habe
dies aber mit zeitlichen Effekten begründet und seine Jahresziele
bestätigt.
Commerzbank gewannen nach dem offiziellen Kaufangebot
der Unicredit 3 Prozent auf gut 35 Euro. Die von den
Italienern abgegebene Offerte bewertet das Frankfurter Institut mit
34,35 Euro je Aktie.
Quartalszahlen von Hugo Boss kamen gut an. Die
Papiere des Modeschneiders verbuchten ein Plus von 3,6 Prozent. Die
Analysten der kanadischen Bank RBC zeigten sich erfreut von der
starken Entwicklung der Bruttomarge und der Rückkehr zum Wachstum in
der Region Asien-Pazifik.
Der Auto- und Industriezulieferer Schaeffler stand
mit einer im ersten Jahresviertel verbesserten Profitabilität im
Blick. Die Aktien gewannen fast 6 Prozent.
Fraport sanken nach Quartalszahlen um 1,3 Prozent.
Der Flughafenbetreiber hält aber trotz des Iran-Kriegs und der
Streiks bei der Lufthansa an seinen Geschäftsplänen
für 2026 fest./ajx/jha/