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Autoindustrie: Schlechte Stimmung und jetzt auch noch neue Zölle

Die Stimmung in der deutschen Autoindustrie hat sich weiter verschlechtert - und Besserung ist nicht in Sicht. Der vom Ifo-Institut erhobene Geschäftsklimaindex fiel im April auf minus 23,8 Punkte nach minus 19,0 Punkten im März (saisonbereinigt), wie das Institut mitteilte. Die jüngste Ankündigung von US-Präsident Donald Trump, die Zölle auf Autos und Lastwagen aus der EU auf 25 Prozent zu erhöhen, dürfte den Ausblick zudem weiter verschlechtern.

Zwar bewerteten die Unternehmen ihre aktuelle Geschäftslage besser als im Vormonat, die Erwartungen für die kommenden Monate brachen jedoch ein. Der Erwartungsindikator sank auf minus 30,7 Punkte von zuvor minus 15,3 Punkten.

Wichtige Materialien zunehmend knapp

Zudem machen sich laut Ifo zunehmend Materialknappheiten bemerkbar. Bei fast zehn Prozent der Unternehmen fehlten demnach im April wichtige Vorprodukte, im März lag der Wert noch bei knapp einem Prozent. Der Krieg im Iran beeinträchtige etwa die Produktion und Lieferung von Helium. Das Edelgas werde unter anderem in der Produktion von Chips, Batterien und Airbags eingesetzt. Etwa 40 Prozent des in die EU importierten Heliums kämen aus Katar.

Neben den direkten Auswirkungen auf die Lieferkette habe der Krieg im Iran auch deutliche indirekte Folgen: Die Unsicherheit bei Firmen und Haushalten steige und könne für Zurückhaltung beim Kauf von Neuwagen führen.

Nun kündigte US-Präsident Donald Trump am vergangenen Freitag an, er wolle Zölle auf Autos und Lastwagen, die aus der EU in die USA eingeführt werden, von kommender Woche an auf 25 Prozent erhöhen. Er begründete das damit, dass sich die EU nicht an das vereinbarte Handelsabkommen halte./mxx/DP/nas

 ISIN  DE0005190003  DE0007100000  DE0007664039  NL00150001Q9  DE000PAG9113

AXC0103 2026-05-04/10:09

Relevante Links: BMW AG, Mercedes-Benz Group, Volkswagen AG, Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG, Stellantis N.V.

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