ROUNDUP/Aktien Frankfurt Eröffnung: Dax mit Fehlstart in Karwoche
Der deutsche Aktienmarkt ist angesichts der
unverminderten Kriegshandlungen in der Golfregion mit moderaten
Verlusten in die verkürzte Handelswoche vor Ostern gestartet. Der
Dax fiel im frühen Handel um 0,3 Prozent auf 22.240
Punkte. Damit nähert sich der Leitindex wieder der Marke von 22.000
Punkten, die er vor Wochenfrist bereits getestet hatte. Seit dem
Zwischenhoch Ende Februar bei 25.406 Punkten summiert sich der
Dax-Verlust nun auf 12,5 Prozent.
Der MDax mit den mittelgroßen deutschen Werten sank
am Montag um 0,6 Prozent auf 27.486 Zähler. Für den
Eurozonen-Leitindex EuroStoxx ging es um 0,2 Prozent
abwärts.
Aus Sicht der Commerzbank gibt es im Iran-Krieg auch zu Beginn der
fünften Kriegswoche "keine Atempause". Die USA und Israel setzen
ihre heftigen Angriffe fort, ohne dass es einen ernsthaften
diplomatischen Lösungsansatz gibt. Der Iran wirft Trump vor,
Verhandlungsbereitschaft nur zu signalisieren, aber heimlich eine
Bodenoffensive vorzubereiten. US-Präsident Donald Trump räumt dem
Iran noch eine Woche Zeit ein, um die für den weltweiten Öl- und
Gashandel so wichtige Straße von Hormus freizugeben.
Auch am derzeit maßgeblichen Ölmarkt zeichnet sich vor diesem
Hintergrund keine Entspannung ab. Ein Barrel der Nordseesorte Brent
mit Auslieferung im Mai stieg in der Nacht auf Montag um bis zu vier
Prozent auf fast 117 Dollar und pendelte sich zuletzt über der Marke
von 115 Dollar ein. Der Ölpreis bleibt der wichtigste Gradmesser für
die Inflations- und Konjunktursorgen der Anleger. Den
Verbraucherpreisdaten aus Deutschland könnte daher am Montag
Bedeutung zukommen.
Unter massivem Verkaufsdruck stehen die Aktien von Suss Microtec
. Sie brachen zunächst um bis zu knapp 19 Prozent ein
und notierten zuletzt noch 9,2 Prozent im Minus. Der Margenausblick
des Halbleiterindustrie-Zulieferers auf 2026 habe enttäuscht,
während die Zahlen für das Geschäftsjahr 2025 besser als erwartet
ausgefallen seien, kommentierte ein Händler am Morgen.
Jefferies-Analyst Janardan Menon sprach von einem Übergangsjahr mit
sinkenden Einnahmen sowie höheren Kosten und erwartet 2027 eine
bessere Lage.
Die Papiere von Secunet fielen auf den tiefsten Stand
seit fast einem Jahr und verzeichneten zuletzt einen Kursabschlag
von 6,7 Prozent. Das Unternehmen für Cyber-Sicherheit
veröffentlichte detaillierte Zahlen für 2025 und bestätigte die
Ziele für das laufende Jahr.
Für die Aktien der RTL Group ging es um 0,8 Prozent
nach oben. Im Fokus steht ein Bericht der Nachrichtenagentur
Reuters, wonach der Medienkonzern Zugeständnisse bei der geplanten
Übernahme von Sky Deutschland machen will. RTL will derzeit sein
Streaming-Geschäft unter der Marke "RTL+" stärken und mit Sky neben
den TV-Sendern auch die Streaming-Aktivitäten bündeln. Die
EU-Kommission prüft zurzeit den Zusammenschluss./edh/nas