Aktien Frankfurt Ausblick: Leichtes Minus zum Wochenauftakt erwartet
Der deutsche Aktienmarkt dürfte am Montag
leicht nachgeben. In Deutschland und in den USA steht die neue
Börsenwoche im Zeichen der Berichtssaison der Unternehmen, die nun
in Fahrt kommt, sowie der Zinsentscheidung der US-Notenbank Fed am
Mittwochabend.
Eine Stunde vor dem Xetra-Start signalisierte der X-Dax
den Dax 0,2 Prozent tiefer bei 24.851
Punkten, nachdem er in der Vorwoche rund anderthalb Prozent
eingebüßt hatte. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50
wird am Morgen ebenfalls moderat im Minus erwartet.
Die Aktien von Stabilus stiegen im vorbörslichen
Geschäft auf der Handelsplattform Tradegate um 3,0 Prozent. Der
Auto- und Industriezulieferer bekam im abgelaufenen Quartal die
schwächere Nachfrage in der Autoindustrie zu spüren. Der Umsatz
schrumpfte um 10,7 Prozent und das bereinigte operative Ergebnis um
knapp 23 Prozent. Dennoch wurden die Ziele für das laufende
Geschäftsjahr 2025/26 (Ende September) bestätigt.
Für die Papiere von Friedrich Vorwerk ging es auf
Tradegate um 2,9 Prozent nach oben. Der Pipeline- und Anlagenbauer
für Erdgas-, Strom- und Wasserstoffanwendungen hat nach einem
kräftigen Schlussspurt seine Ziele für das vergangene Jahr
übertroffen. Der Umsatz hatte 2025 um gut 41 Prozent zugelegt, das
operative Ergebnis (Ebitda) hatte sich mehr als verdoppelt.
Die Deutsche Bank baut ihr Privatkundengeschäft
weiter um. "Bis Ende 2026 sollen im Rahmen der bestehenden Programme
noch rund 100 Standorte wegfallen, nachdem es schon in den
vergangenen Jahren Kürzungen gab", sagte Privatkundenvorstand
Claudio de Sanctis den Nachrichtenagenturen dpa und dpa-AFX. Ende
vergangenen Jahres hatten Deutsche Bank und Postbank nach
Konzernangaben in Deutschland zusammen gut 750 Zweigstellen.
Der Industriekonzern Thyssenkrupp erwägt laut
Insidern den Verkauf einer Beteiligung am Hersteller von Wälzlagern
Rothe Erde. Dabei gehe es um einen Anteil von rund 30 Prozent, für
den der MDax -Konzern das Interesse potenzieller
Käufer auslote, schrieb die Nachrichtenagentur Bloomberg unter
Berufung auf Insider. Dabei würde der Bereich mit etwa 1,5
Milliarden Euro bewertet.
Die Aktien von Nemetschek schnellten auf Tradegate um
mehr als 8 Prozent hoch, nachdem die US-Bank JPMorgan sie von
"Underweight" auf "Overweight" hochgestuft und das Kursziel von 90
auf 110 Euro angehoben hatte. Analyst Joseph George setzte die
Papiere des Bausoftwarespezialisten zudem auf die "Analyst Focus
List" mit den besten Anlageideen der Investmentbank.
Die kanadische Bank RBC stufte die Aktien von Hugo Boss
von "Outperform" auf "Sector Perform" ab und das
Analysehaus Jefferies jene von Kion von "Hold" auf
"Underperform"./edh/jha/