Aktien Frankfurt: Dax nach US-Daten weiter wenig verändert
Nach einem kleinen Rücksetzer zur Wochenmitte
hat sich der Dax am Donnerstag kaum vom Fleck bewegt.
Die am Nachmittag veröffentlichten US-Daten waren auch keine
Kurstreiber. Hoffnungen auf rasche Zinssenkungen wurden durch sie
nicht gestützt.
Der deutsche Leitindex zeigte sich zuletzt prozentual unverändert
bei 25.286 Punkten. Am Dienstag hatte der Dax in einer siebentägigen
Rekordjagd erstmals in seiner Geschichte den Sprung über die
Schwelle von 25.500 Punkten geschafft. Am Mittwoch dann hatte er
moderat nachgegeben.
Der MDax , der Index der mittelgroßen Börsenwerte,
stieg am Donnerstagnachmittag um 0,1 Prozent auf 31.813 Punkte.
Nachdem die US-Wirtschaftsdaten am Vortag Beobachtern zufolge
bereits eher gegen bald weiter sinkende Leitzinsen in der
weltgrößten Volkswirtschaft gesprochen hatten, bekräftigten die
neuen Daten diese Einschätzung. Der Empire-State-Index, der die
Geschäftstätigkeit des produzierenden Gewerbes im Bundesstaat New
York misst, legte unerwartet deutlich zu. Der Philly-Fed-Index für
das Geschäftsklima in der Region Philadelphia stieg überraschend,
während die wöchentlichen Anträge auf Arbeitslosenhilfe sanken.
Für eine nächste Zinssenkung bereits in diesem Monat gibt es damit
Marktexperten zufolge keine stichhaltigen Gründe. Bis Ende des
Jahres seien zugleich bereits zwei kleine Senkungsschritte in die
Kurse eingepreist.
Im Dax mischten sich RWE unter die Spitzenwerte und
übersprangen erstmals seit rund 15 Jahren mit zuletzt plus 2,2
Prozent wieder die 50-Euro-Schwelle. Das Papier des
Energieversorgers profitierte weiter vom Erfolg bei der
Offshore-Wind-Auktion in Großbritannien und die strategische
Partnerschaft mit der Beteiligungsgesellschaft KKR. Die Bank of
America setzte ihr Kursziel für die Aktie auf 59 Euro
hoch und bekräftigte ihre Kaufempfehlung.
Adidas legten nach einem Rückschlag zum Jahresbeginn
um 1,4 Prozent zu. Ein positiver Kommentar zum
Sportartikelhersteller der Bank Santander , in dem die
Bewertung der Aktie mit "Outperform" aufgenommen wurde, gab
Auftrieb.
Die Vorzugsaktie von Henkel mischte sich unterdessen
unter die Schlusslichter im Dax und gab um 1,4 Prozent nach.
Konkurrent H.B. Fuller hatte tags zuvor mit seinem
Ausblick auf das Geschäftsjahr 2026 die Erwartungen der Analysten
leicht verfehlt. Die Zahlen des US-Klebstoffherstellers für das
vierte Quartal 2025 waren zudem durchwachsen ausgefallen.
Aktien aus der Halbleiterbranche wurden von TSMC
beflügelt, denn der weltweit führende taiwanesische Auftragsfertiger
von Chips übertraf mit einem starken Gewinnwachstum im
Schlussquartal 2025 die Erwartungen. Zugleich zeigte er sich auch
optimistisch für das erste Quartal und erwartet 2026 hohe
Investitionen. All das bestätige die optimistischen Signale von
Chipdesignern hinsichtlich der Nachfrage nach KI-Hardware, hieß es
am Markt. Infineon gewannen 1,1 Prozent, Aixtron
stiegen um 6,0 Prozent und Suss sogar
um 9,0 Prozent.
Drägerwerk legten nach Eckdaten für 2025 und einem
Ausblick des Medizin- und Sicherheitstechnik-Unternehmens auf 2026
um 4,6 Prozent zu./ck/mis