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Stabel: Morning News: DIW, Finanzierungsgeschäft EZB, Stress-Test, Karstadt, ArcelorMittal, Saarstahl, FMC, Telefonica, ,
Die deutsche Wirtschaft bleibt nach einer Prognose des DIW auch nach dem Auslaufen der Konjunkturprogramme klar auf Wachstumskurs.Die Wirtschaftsleistung wird nach der am Mittwoch vorgelegten Vorhersage 2011 um 1,7 Prozent zulegen. Für dieses Jahr erwartet das Berliner Forschungsinstitut wie die Bundesbank ein Plus von 1,9 Prozent
Banken Die Banken des Euro-Systems haben sich am Mittwoch bei einem Finanzierungsgeschäft der Europäischen Zentralbank (EZB) unerwartet wenig Geld verschafft. 172 Banken liehen sich von der EZB rund 132 Milliarden Euro zum Leitzins von einem Prozent. Wegen der grossen Rückzahlung hatten Analysten der Banken für das Finanzierungsgeschäft am Mittwoch mit einer Nachfrage von 200 bis 300 Milliarden Euro gerechnet. Ein Wert darüber sei als Indiz für eine Verschlechterung der Lage, ein Wert darunter für eine Verbesserung zu werten, hiess es zu Beginn der Woche Nach FTD-Informationen schlägt sich die Bundesbank auf die Seite der Kreditwirtschaft und unterstützt deren Widerstand gegen eine vollständige und unkontrollierte Veröffentlichung der Stresstest - Ergebnisse. Auf einem Treffen mit den grössten deutschen Banken stellte sich Bundesbankpräsident Axel Weber gestern weitgehend hinter die Position der Branche. Zwar warb Weber sehr wohl dafür, Informationen aus dem Stresstest zumindest teilweise zu veröffentlichen. Jedoch kündigte er seinen Widerstand gegen den Plan an, das Ausmass der Veröffentlichungen allein der europäischen Finanzaufsehervereinigung CEBS zu überlassen.
Einzelhandel Der deutsch-amerikanische Milliardär Nicolas Berggruen hat vor der geplanten Übernahme der Warenhauskette Karstadt eine weitere wichtige Hürde genommen. Das Bundeskartellamt gab ihm grünes Licht für den Kauf des Traditionsunternehmens. Eine Behördensprecherin sagte, durch die Übernahme sei keine Beeinträchtigung des Wettbewerbs zu befürchten. Allerdings steht die notwendige Einigung zwischen Berggruen und den Vermietern der Karstadt- Immobilien immer noch aus.
Industrie Weil sie knapp zwei Jahrzehnte Preise absprachen und Märkte aufteilten, sollen 17 Spannstahl-Produzenten eine halbe Milliarde Euro zahlen: Die Geldbusse verhängte die EU- Kommission am Mittwoch gegen ein Kartell, das sich selbst „Club Europa“ nannte. Mit von der Partie waren neben Marktführer ArcelorMittal auch die deutschen Firmen Pampus und Saarstahl. Saarstahl packte 2002 aus, ermöglichte so die Zerschlagung und entging damit selbst einer Geldbusse.
Pharma Der Dialysespezialist Fresenius Medical Care (FMC) baut sein Geschäft im Wachstumsmarkt Russland mit einer Übernahme aus.Gekauft wurde ein privater Betreiber von Dialysekliniken aus der russischen Region Krasnodar am Schwarzen Meer, wie FMC am Mittwoch in Bad Homburg mitteilte. Die Firma KNC betreue rund 1000 Patienten in fünf Dialysekliniken. Der Zukauf werde bereits 2011 zum Gewinn beitragen. Jährlich werde die Firma rund 25 Millionen Dollar zum FMC-Umsatz beisteuern. Über den Kaufpreis sei Stillschweigen vereinbart worden, sagte ein Sprecher.
Telekom Mit einem Veto hat Portugal einen Verkauf von Kapitalanteilen des grössten brasilianischen Mobilfunkbetreibers Vivo an den spanischen Telekom-Konzern Telefónica vorerst gestoppt.30 Prozent der Vivo-Anteile befinden sich in der Hand des portugiesischen Konzerns Portugal Telecom. Telefónica hatte den Portugiesen für den Kapitalanteil 7,15 Milliarden Euro geboten. Die Regierung in Lissabon stützte ihren Einspruch gegen den Deal am Mittwoch auf die «Goldene Aktie», die Portugal ein Veto-Recht bei strategisch wichtigen Entscheidungen des einstigen Staatsunternehmens einräumt.
Banken Die Banken des Euro-Systems haben sich am Mittwoch bei einem Finanzierungsgeschäft der Europäischen Zentralbank (EZB) unerwartet wenig Geld verschafft. 172 Banken liehen sich von der EZB rund 132 Milliarden Euro zum Leitzins von einem Prozent. Wegen der grossen Rückzahlung hatten Analysten der Banken für das Finanzierungsgeschäft am Mittwoch mit einer Nachfrage von 200 bis 300 Milliarden Euro gerechnet. Ein Wert darüber sei als Indiz für eine Verschlechterung der Lage, ein Wert darunter für eine Verbesserung zu werten, hiess es zu Beginn der Woche Nach FTD-Informationen schlägt sich die Bundesbank auf die Seite der Kreditwirtschaft und unterstützt deren Widerstand gegen eine vollständige und unkontrollierte Veröffentlichung der Stresstest - Ergebnisse. Auf einem Treffen mit den grössten deutschen Banken stellte sich Bundesbankpräsident Axel Weber gestern weitgehend hinter die Position der Branche. Zwar warb Weber sehr wohl dafür, Informationen aus dem Stresstest zumindest teilweise zu veröffentlichen. Jedoch kündigte er seinen Widerstand gegen den Plan an, das Ausmass der Veröffentlichungen allein der europäischen Finanzaufsehervereinigung CEBS zu überlassen.
Einzelhandel Der deutsch-amerikanische Milliardär Nicolas Berggruen hat vor der geplanten Übernahme der Warenhauskette Karstadt eine weitere wichtige Hürde genommen. Das Bundeskartellamt gab ihm grünes Licht für den Kauf des Traditionsunternehmens. Eine Behördensprecherin sagte, durch die Übernahme sei keine Beeinträchtigung des Wettbewerbs zu befürchten. Allerdings steht die notwendige Einigung zwischen Berggruen und den Vermietern der Karstadt- Immobilien immer noch aus.
Industrie Weil sie knapp zwei Jahrzehnte Preise absprachen und Märkte aufteilten, sollen 17 Spannstahl-Produzenten eine halbe Milliarde Euro zahlen: Die Geldbusse verhängte die EU- Kommission am Mittwoch gegen ein Kartell, das sich selbst „Club Europa“ nannte. Mit von der Partie waren neben Marktführer ArcelorMittal auch die deutschen Firmen Pampus und Saarstahl. Saarstahl packte 2002 aus, ermöglichte so die Zerschlagung und entging damit selbst einer Geldbusse.
Pharma Der Dialysespezialist Fresenius Medical Care (FMC) baut sein Geschäft im Wachstumsmarkt Russland mit einer Übernahme aus.Gekauft wurde ein privater Betreiber von Dialysekliniken aus der russischen Region Krasnodar am Schwarzen Meer, wie FMC am Mittwoch in Bad Homburg mitteilte. Die Firma KNC betreue rund 1000 Patienten in fünf Dialysekliniken. Der Zukauf werde bereits 2011 zum Gewinn beitragen. Jährlich werde die Firma rund 25 Millionen Dollar zum FMC-Umsatz beisteuern. Über den Kaufpreis sei Stillschweigen vereinbart worden, sagte ein Sprecher.
Telekom Mit einem Veto hat Portugal einen Verkauf von Kapitalanteilen des grössten brasilianischen Mobilfunkbetreibers Vivo an den spanischen Telekom-Konzern Telefónica vorerst gestoppt.30 Prozent der Vivo-Anteile befinden sich in der Hand des portugiesischen Konzerns Portugal Telecom. Telefónica hatte den Portugiesen für den Kapitalanteil 7,15 Milliarden Euro geboten. Die Regierung in Lissabon stützte ihren Einspruch gegen den Deal am Mittwoch auf die «Goldene Aktie», die Portugal ein Veto-Recht bei strategisch wichtigen Entscheidungen des einstigen Staatsunternehmens einräumt.