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UBS bleibt für CEE-Banken Erste und Raiffeisen vorsichtig eingestellt

In Bezug auf CEE-Banken sei derzeit die Konsensus-Meinung vorherrschend, dass die Institute die Krise relativ unbeschadet überstanden haben, genügend Liquidität für weiteres Wachstum vorhanden sei und die Banken spätestens 2011 wieder in die Normalität zurückkehren, Eigenkapitalverzinsung und Wachstumsraten sollten sich dabei wieder den Niveaus vor der Krise annähern. Die Bankanalysten der UBS sehen die Sache etwas differenzierter und vorsichtiger. "Der Markt könnte von den Ergebnissen in den nächsten zwölf bis 24 Monaten enttäuscht werden", schreiben sie in aktuellen Company Reports zu Erste Group, Raiffeisen International und OTP Bank. "Hartnäckig hohe" Risikokosten und ein geringeres Wachstum bei Ausleihungen und Ergebnissen könnten dafür die Gründe sein.


Mit Blick auf anstehende Änderungen durch Basel III erwarten die Analysten bis zur endgültigen Einführung noch zahlreiche Änderungen. Geht man davon aus, dass die Minderheiten-Anteile weiterhin zum Kernkapital gerechnet werden können (ein nun im Raum stehender Wegfall hätte deutlich negative Auswirkungen), sollten sowohl Erste als auch RI die neuen Kernkapitalquoten erfüllen können.

Die Einführung einer Leverage Ratio (gibt an, wie stark eine Bank im Vergleich zu ihrem risikogewichteten Eigenkapital verschuldet ist) würde grössere Einschränkungen bringen. Sie berechnen für die Erste Group eine Leverage Ratio von unter 4%, die somit unter der kolportierten neuen Zielgrösse von zumindest 5% liegen würde. RI käme knapp unter 6% zu liegen, Mutter RZB allerdings deutlich unter 5%.

UBS bestätigt die Neutral-Empfehlung für Erste Group mit Kursziel 30 Euro, für RI heisst es unverändert Sell mit Kursziel 38 Euro.
(bs)

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