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Telekom: Übernahmefantasie hält Einzug

Deutsche Telekom-Boss Rene Obermann ist auf der Suche nach einer neuen Konzernstrategie. Schon im Frühjahr 2010 soll die "Strategie 2.0" vorgestellt werden, mit der die DT auf die wachsenden Herausforderungen der neuen Multimedia-Welt antworten will. Telefonica dürfte da bereits einen Schritt weiter sein. Im Fokus steht dabei nicht nur die schöne neue 2.0-Welt (etwa mittels der Übernahme des österreichischen IP-Kommunikationsanbieters jajah), Telefonica vergisst auch nicht auf die operativen Wachstumsmärkte von heute - etwa Südamerika. Gerüchteweise soll Telefonica seinen Anteil an der Telecom Italia (TI) aufstocken wollen, womit ein Übernahmeangebot für die brasilianische Tochter der Italiener fällig werden dürfte, den drittgrössten Mobilfunker des Landes.
Derzeit hält Telefonica 42,3 Prozent an Telco, die knapp 25 Prozent an TI hält. Die anderen Telco-Eigner kommen durchwegs aus der Finanzbranche und sollen aus mehreren Gründen einem Verkauf positiv gegenüber stehen: Die Finanzkrise hat an den jeweiligen Substanzen genagt, und Telefonica soll indirekt bereit sein, zumindest 2,2 Euro je TI-Aktie zu zahlen, die bei der Telco-Gründung um 2,82 eingekauft wurde und derzeit bei 1,1 Euro notiert - unter Buchwert.

Den Artikel inklusive einem Peergroup-Vergleoich finden Sie unter
http://www.foonds.com/article/4157

(gill)

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