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Industrie will Blockmodell bei Altersteilzeit erhalten

Arbeitgeber und Gewerkschaften großer und von der aktuellen Krise besonders betroffener Wirtschaftszweige haben der Bundesregierung in der aktuellen Reformdebatte umfangreiche Vorschläge vorgelegt. Dabei sprechen sich die Sozialpartner aus der Chemie-, Stahl- sowie Metall- und Elektroindustrie etwa dagegen aus, das sogenannte Blockmodell der Altersteilzeit abzuschaffen, wie von der Rentenkommission der Bundesregierung vorgeschlagen.

Bei diesem Modell arbeiten Arbeitnehmer in einer ersten Phase der Altersteilzeit einige Jahre voll, bei nur teilweiser Bezahlung. Danach erhalten sie in einer zweiten Phase dasselbe Geld weiter, müssen aber nicht mehr arbeiten. Das Blockmodell müsse als bewährtes Instrument erhalten bleiben, heißt es etwa von den Sozialpartnern der Chemiebranche.

Regierung hatte Vorschläge angefordert

Die Bundesregierung hatte Gewerkschaften und Arbeitgeberverbände besonders krisengeschüttelter Industriezweige nach Beratungen im Koalitionsausschuss Anfang Juli dazu aufgefordert, gemeinsam Vorschläge zur Stärkung ihrer Branchen zu erarbeiten. Diese liegen nun in entsprechenden Ergebnispapieren vor. Sie seien an das Bundeskanzleramt übermittelt worden und würden im engen Austausch mit den Sozialpartnern in die Reformdiskussionen der Regierung eingebracht, teilte das Bundesarbeitsministerium mit.

Die Papiere enthalten unter anderem Forderungen nach niedrigeren Energiepreisen, weniger Bürokratie und einem besseren Schutz vor internationaler Konkurrenz. Vorgeschlagen wird aus der Chemiebranche auch, dass Beschäftigte, die jahrelang in Nachtschichten, bei extremer Hitze oder Kälte gearbeitet haben, mit weniger hohen Abschlägen früher in Rente gehen können./jr/DP/mis

AXC0223 2026-11-06/18:26

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