Aktien Frankfurt: Dax im Sog der KI-Turbulenzen wieder weit weg vom Rekordhoch
Der weltweite Ausverkauf im KI- und
Halbleitersektor hat vor dem Wochenende auch die Anleger am
deutschen Aktienmarkt in die Flucht geschlagen. Der Dax
Für den MDax
Nach dem klaren Erfolg der Demokraten bei den US-Zwischenwahlen war die Ungewissheit, die bis zum Wahlergebnis den Markt noch etwas gelähmt hatte, zunächst verflogen und der Ölpreis mit der Hoffnung auf ein schnelleres Ende des Irankriegs zeitweise deutlich zurückgegangen. Sorgen vor einer stärkeren Regulierung des KI-Bereichs angesichts der politisch wieder erstarkten Demokraten wurden erst einmal verdrängt, kehrten dann aber umso stärker aufs Parkett zurück.
Am Markt dominiere statt der Freude über politische Klarheit bei den US-Zwischenwahlen nun die Furcht, dass Washington in Zukunft den KI-Motor abwürgen könnte, erläuterte Marktanalyst Timo Emden vom Broker CapTrader. Es sorge für Unbehagen, dass die Leitplanken des KI-Sektors neu justiert und die regulatorischen Daumenschrauben stärker angezogen werden könnten als bislang gedacht.
In New York hatte der Technologie-Auswahlindex Nasdaq 100
Roger Rüegg, Leiter Multi-Asset-Solutions bei Swisscanto/ZKB, sieht die jüngste Korrektur eher als kurzfristige Bereinigung denn als grundlegenden Trendwechsel. Die Fundamentaldaten blieben robust. Die politischen Risiken hält er kurzfristig ebenfalls für übertrieben. Ein landesweites Stop-Signal für neue Rechenzentren sei unwahrscheinlich, denn viele Projekte seien vertraglich langfristig abgesichert. Unsicherheiten im Nahen Osten sorgten zwar für höhere Energiepreise und damit für Nervosität, änderten aber derzeit nichts am insgesamt soliden globalen Wachstum, analysierte der Experte.
Quartalszahlen gab es vor dem Wochenende aus dem Dax von Daimler
Truck
Munich Re
Rüstungswerte standen weiter unter Druck. Für die Papiere von
Rheinmetall
Der Auto- und Industriezulieferer Stabilus
ISIN DE0008469008 DE0008467416
AXC0164 2026-11-06/14:52
Relevante Links: JOST Werke AG, Münchener Rückversicherungs-Ges. AG (Munich Re), Stabilus SE, Hannover Rück SE, Daimler Truck Holding AG, JP Morgan Chase & Co., Rheinmetall AG