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ROUNDUP: Mehr Aufträge in Industriebetrieben - 'Sommerflaute vorbei'

Die Industriebetriebe in Deutschland haben im September mehr Aufträge verzeichnet und damit den schwachen Vormonat teilweise ausgeglichen. Im Vergleich zum Vormonat legten die Bestellungen im Verarbeitenden Gewerbe auch durch eine starke Entwicklung in der Autoindustrie saison- und kalenderbereinigt um 4,4 Prozent zu, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag in Wiesbaden mitteilte. Experten hatten dies in etwa erwartet. Ökonomen gehen davon aus, dass die deutsche Wirtschaft die Talsohle überwunden hat.

Im August war der Auftragseingang im Monatsvergleich noch um revidierte 10,1 Prozent eingebrochen. Allerdings waren die Bestellungen damals durch einen Rückgang von Großaufträgen unter anderem im Verteidigungsbereich verzerrt gewesen.

Die positive Entwicklung im September erklärt das Bundesamt unter anderem mit einem deutlichen Anstieg der Bestellungen um 10,5 Prozent in der Automobilindustrie. In den beiden Monaten zuvor war der Auftragseingang in der für die deutsche Wirtschaft wichtigen Sparte wegen Produktionsumstellungen und Werksferien schwach gewesen.

Zudem haben auch Betriebe aus dem Maschinenbau deutlich mehr Aufträge erhalten. Im sogenannten "Sonstigen Fahrzeugbau", zu dem auch Militärfahrzeuge zählen, ging der Auftragseingang hingegen erneut zurück. Bei den Aufträgen aus dem Ausland meldet das Bundesamt einen Anstieg um 2,8 Prozent.

Analyst Marc Schattenberg von der Deutschen Bank sprach von einem "Lichtblick für das Verarbeitende Gewerbe". Besonders erfreulich sei der Anstieg der Bestellungen in der Automobilindustrie. Schattenberg verwies auf das bereits vorhandene Auftragspolster in vielen Industriezweigen. Damit dürfte "das Fundament für eine baldige Erholung im Verarbeitenden Gewerbe insgesamt gelegt sein".

Nach Einschätzung von Chefvolkswirt Thomas Gitzel von der VP Bank zeigen die Daten zum Auftragseingang, dass die "Sommerflaute vorbei ist". "Die Talsohle scheint tatsächlich überwunden", sagte Gitzel. Das Wirtschaftswachstum werde sich in den kommenden Quartalen "klar über der Nullmarke einpendeln"./jkr/stk

AXC0150 2026-11-05/09:13

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