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Wiener Aktienmarkt etwas leichter erwartet / ATX mit minus 0,18 Prozent indiziert - Nach deutlichen Vortageszuwächsen beim heimischen Leitindex - Zahlenvorlagen von Mayr-Melnhof, Lenzing, Verbund und AT&S

Der Handelsauftakt an der Wiener Börse wird am Donnerstag etwas leichter erwartet. Der heimische Leitindex ATX wurde von einer Bankenindikation rund 30 Minuten vor Sitzungsbeginn mit minus 0,18 Prozent taxiert, nachdem er zur Wochenmitte deutlich zugelegt hatte. Positive Vorgaben hatte die Wall Street nach dem klaren Wahlsieg der Demokraten bei den US-Kongress-Zwischenwahlen geliefert.

Am heimischen Aktienmarkt hat die Berichtssaison mit vorgelegten Quartalszahlen von Mayr-Melnhof, Lenzing, Verbund und AT&S merklich an Fahrt aufgenommen. Der steirische Halbleiter- und Substrathersteller AT&S hat im zweiten Quartal 2026/27 mit einem währungsbereinigten Umsatzplus von 52 Prozent auf 681,9 Mio. Euro den höchsten Quartalsumsatz der Firmengeschichte erzielt. Das Konzernergebnis drehte nach einem Vorjahresverlust von 7,6 Mio. Euro auf plus 125,4 Mio. Euro. Dabei hat AT&S stark vom KI-Boom profitiert - und der ist noch lange nicht zu Ende, zeigte sich CEO Michael Mertin im Gespräch mit der APA überzeugt.

Der oberösterreichische Faserhersteller Lenzing hat in den ersten neun Monaten 2026 einen Umsatzrückgang von 1,972 auf 1,926 Mrd. Euro erwirtschaftet. Das EBITDA gab von 340,4 auf 316,4 Mio. Euro nach. Das Ergebnis nach Steuern lag bei minus 130,3 Mio. Euro, nach minus 105 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum.

Der Energieversorger Verbund erwirtschaftete nach 9 Monaten einen deutlichen Gewinn- und Umsatzrückgang. Das Ergebnis wurde laut Unternehmensangaben durch eine historisch niedrige Wasserführung und gesunkene Absatzpreise belastet.

Der Verpackungskonzern Mayr-Melnhof (MM) hat in den ersten 3 Quartalen Einbußen beim Umsatz und vor allem beim Gewinn hinnehmen müssen. Die Umsatzerlöse sanken im Jahresvergleich um 6,9 Prozent auf 2,77 Mrd. Euro. Das bereinigte betriebliche Ergebnis brach um 38,8 Prozent auf 93,0 Mio. Euro ein. Intensiver Wettbewerb mit hohem Preisdruck und deutlich gestiegene Preise belasten die Division Board & Paper.

Zudem haben die Analysten der Baader Bank ihre Anlageempfehlung für die Aktien der Erste Group von "Reduce" auf "Add" angehoben. Das 6-Monats-Kursziel setzte der zuständige Experte auf 128 Euro fest. An der Wiener Börse lag der Kurs am Mittwochabend bei 110,90 Euro.

Am Mittwoch hatte sich die Wiener Börse mit sehr starken Kursgewinnen aus dem Handel verabschiedet. Der ATX steigerte sich um deutliche 1,91 Prozent auf 6.518,52 Punkte. Nach oben gezogen wurde der heimische Leitindex vor allem von den deutlichen Zuwächsen der schwergewichteten Bankenwerte. Die Aktien von BAWAG, Erste Group und Raiffeisen Bank International kletterten zwischen 3,5 und 5,8 Prozent hoch.

Die größten Kursgewinner im prime market am Mittwoch:

Raiffeisen Bank International +5,83% 59,90 Euro 
Semperit                      +5,54% 18,10 Euro 
BAWAG                         +4,31% 164,50 Euro

Die größten Kursverlierer im prime market am Mittwoch:

AT&S       -5,36% 130,60 Euro
Frequentis -4,14% 62,50 Euro 
Polytec    -2,66% 4,02 Euro  

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