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ROUNDUP: Dienstleister-Stimmung der Eurozone trübt sich stärker ein als erwartet

Die Stimmung der Dienstleister in der Eurozone hat sich im Oktober stärker als erwartet verschlechtert. Der von S&P Global ermittelte Einkaufsmanagerindex (PMI) fiel um 1,6 Punkte auf 51,4 Punkte, wie S&P am Mittwoch in London nach einer zweiten Schätzung mitteilte. Damit wurde eine erste Schätzung etwas nach unten revidiert.

Ausschlaggebend für den Stimmungsdämpfer sei eine deutliche Abschwächung des Auftragseingangs, heißt es in der Mitteilung von S&P Global. Volkswirte hatten im Schnitt mit einer Bestätigung der ersten Erhebung gerechnet. Der Stimmungsindikator liegt weiter über der Wachstumsschwelle von 50 Punkten.

In Deutschland trübte sich die Stimmung unter den Dienstleistern nur leicht ein. In Frankreich, der zweitgrößten Volkswirtschaft der Eurozone nach Deutschland, brach der Indikator hingegen ein und liegt unter der Wachstumsschwelle. S&P Global erklärte den Stimmungsdämpfer mit geopolitischen Unsicherheiten und hohen Energiepreisen. Ferner wurde auf das hohe Maß an politischer Unsicherheit verwiesen, das mit der Präsidentschaftswahl im kommenden Jahr verbunden ist. Im Oktober hatte es in Frankreich gewalttätige Proteste in vielen französischen Großstädten gegeben, mit großen Schäden in zahlreichen Einzelhandelsgeschäften.

Der Indikator für Spanien fiel stärker als erwartet, bleibt aber deutlich über der Wachstumsschwelle mit dem höchsten Wert unter den großen Volkswirtschaften der Eurozone. In Italien hat sich die Stimmung der Dienstleister überraschend verbessert und ist weiter über die Wachstumsschwelle gestiegen. In Spanien und Italien werden jeweils keine Erstschätzungen durchgeführt.

Der Indikator für die Gesamtwirtschaft der Eurozone fiel um 1,4 Punkte auf 51,7 Punkte, wie es in der Mitteilung heißt. Hier wurde eine erste Schätzung etwas weiter nach unten revidiert.

Chris Willamson, Chefvolkswirt bei S&P Global Market sieht "besorgniserregende Anzeichen dafür, dass die jüngste Wachstumsphase an Schwung verlieren könnte". Das Auftragsplus habe sich nach drei Monaten solider Zuwächse fast bis zur Stagnation verlangsamt. Dies habe unter anderem dazu geführt, dass die Geschäftserwartungen auf den tiefsten Stand seit Mai gesunken seien.

Die Entwicklung im Überblick:

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