Europas wichtigste Aktienmärkte
haben am Dienstag leicht nachgegeben. Wieder gestiegene Ölpreise und
ein enttäuschender Ausblick des US-Schwergewichts Apple
belasteten. Zudem war vor den US-Kongresswahlen
Zurückhaltung angesagt. "Sie könnten die politischen
Kräfteverhältnisse im Kongress erheblich verändern und damit die
wirtschaftspolitischen Handlungsspielräume der Regierung
einschränken", so Marktanalyst Andreas Lipkow vom Broker CMC
Markets. "Umfragen deuten auf mögliche Mehrheitsverschiebungen
zulasten der Republikaner hin."
Der EuroStoxx 50 sank am Mittag um 0,51 Prozent auf
6.144,62 Punkte. Außerhalb des Euroraums hielt sich der Schweizer
Leitindex SMI mit nahezu unveränderter Tendenz
besser. Hier stützte die defensive Ausrichtung des Marktes. Der
britische FTSE 100 sank unterdessen um 0,5 Prozent
auf 10.707,69 Punkte. Dabei warf die anstehende Sitzung der
britischen Notenbank ihre Schatten voraus. "Die Anleger werden
insbesondere darauf achten, wie die britischen Währungshüter die
weitere Inflationsentwicklung und die konjunkturellen Risiken
einschätzen", merkte Lipkow an.
Einmal mehr setzten Quartalszahlen Akzente. Aktien von Philips
legten nach der Veröffentlichung und einer
grundlegenden Einigung mit dem US-amerikanischen Justizministerium
in einem jahrelangen Rechtsstreit um 5,3 Prozent zu. Die Analysten
der kanadischen RBC lobten die Zahlen zum dritten Quartal, die
Experten von Jefferies sprachen von einem ansehnlichen
Auftragseingang und bezeichneten die Margenentwicklung im dritten
Quartal als überraschend stark.
Nicht ganz so gut kamen die Zahlen von Geberit an. Mit den Zahlen zu
den ersten neun Monaten 2026 hatte der Schweizer Sanitärausstatter
die Erwartungen der Analysten zwar erfüllt und den Ausblick für das
Gesamtjahr bestätigt. Nachdem der Titel aber in den vergangenen drei
Wochen schon sehr stark gelaufen sei, habe für weitere Gewinne eine
positive Überraschung gefehlt, hieß es am Markt. Die Aktie verlor
3,1 Prozent. Auch der Bausektor insgesamt schwächelte.
Ähnlich sah es beim Mischkonzern AB Foods aus. Die
Aktie sank um 2,4 Prozent nach neuen Angaben zum Geschäft. Das
Unternehmen wird danach auch in den kommenden Monaten viel Gegenwind
verspüren. Für sein Primark-Geschäft erwartet AB Foods im
Geschäftsjahr 2026/27 eine bereinigte operative Gewinnmarge von etwa
10 Prozent und damit leicht unter dem Wert des am 12. September
beendeten Geschäftsjahres./mf/stk