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ROUNDUP/Aktien New York Schluss: Nasdaq-Erholung scheitert vor Apple und Wahlen

Der Erholungsversuch der US-Technologiebörse Nasdaq am Montag ist gescheitert. Vor den nach Handelsende anstehenden Apple -Zahlen und den Zwischenwahlen für das US-Parlament am Dienstag schloss der Auswahlindex Nasdaq 100 1,39 Prozent tiefer bei 27.989,82 Punkten. Damit erlebte er den dritten Verlusttag in Folge sowie erneut den tiefsten Stand seit Ende Juli.

Der marktbreite S&P 500 rutschte ebenfalls ins Minus und verabschiedete sich 0,51 Prozent schwächer mit 7.541,40 Punkten. Lediglich der Leitindex Dow Jones Industrial behauptete ein Plus von 0,41 Prozent auf 51.983,98 Punkte.

Damit fand die Kaufbereitschaft der Anleger trotz des Ölpreis-Rutsches schnell wieder Grenzen. Zudem berichtete das KI-Unternehmen Anthropic vor seinem Börsengang, seit Jahresbeginn einen Verlust von 104 Milliarden US-Dollar gemacht zu haben.

Bei Apple zeigten sich die Investoren skeptisch: Mit einem Minus von 1,5 Prozent gab es bei dem Technologieriesen weitere Gewinnmitnahmen. Am vergangenen Donnerstag hatten die Aktien noch ihr am 23. Oktober erreichtes Rekordhoch getestet. Vor dem Wochenende hatte Apple zudem wieder seinen ärgsten Rivalen, den Chipkonzern Nvidia , im Rennen um das wertvollste Börsenunternehmen überholt. Aktuell hat Nvidia aber wieder knapp die Nase vorn - obwohl die Aktien im Zuge der Branchenschwäche ebenfalls nachgaben.

Dem Nvidia-Branchenkollegen Marvell Technology brockte der nun bestätigte Ausbau des KI-Infrastrukturgeschäfts mit der Übernahme von Lumentum einen weiteren Kursrutsch von 12,7 Prozent ein. Dabei wird für den Laserspezialisten ein Unternehmenswert inklusive Schulden von rund 115 Milliarden US-Dollar angesetzt. Der Kauf soll komplett mit Marvell-Aktien bezahlt werden. Die Lumentum-Aktien büßten am Nasdaq-100-Ende weitere knapp 19 Prozent ein. Bereits in der Vorwoche waren entsprechende Spekulationen aufgekommen.

Dass Oracle laut einer Mitteilung an die US-Börsenaufsichtsbehörde SEC für rund 10 Milliarden US-Dollar neue Aktien ausgeben will, ließ die Titel um 8,8 Prozent sinken. Zudem begab Oracle Anleihen für 10 Milliarden Dollar. Der Softwarekonzern hatte vergangene Woche angekündigt, sich bis Mitte 2030 nur noch 20 Milliarden Dollar am Finanzmarkt zur Wachstumsfinanzierung beschaffen zu wollen.

Die A-Aktien von Alphabet verloren mit der allgemeinen Tech-Schwäche letztlich 0,3 Prozent. Der Google-Mutterkonzern startet Kreisen zufolge eine zweite Euro-Anleiheemission im laufenden Jahr und will damit die Investorennachfrage testen. Die Emission folgt auf die Quartalszahlen von Alphabet, die die Besorgnis über das Ausmaß der KI-Investitionen verstärkt und allein vergangenen Donnerstag fast 500 Milliarden Dollar an Börsenwert vernichtet hatten.

Dagegen konnten die Anteilscheine von Inovio Pharmaceuticals ihren Wert auf einen Schlag mehr als verdreifachen. Das Biotech-Unternehmen erhielt von der US-Gesundheitsbehörde FDA eine beschleunigte Zulassung für Voceryq, eine Immuntherapie zur Behandlung von Erwachsenen mit der Atemwegserkrankung rezidivierende respiratorische Papillomatose.

Die Papiere von Estée Lauder verloren 4,1 Prozent, obwohl der Kosmetikkonzern unerwartet gute Quartalszahlen vorgelegt und die Jahresziele erhöht hatte. Die Aktien waren zuletzt allerdings gut gelaufen. Die Geschäftsaussagen seien ein weiteres Zeichen dafür, dass die Sanierungsbemühungen des Unternehmens bei den Verbrauchern Anklang fänden, hieß es am Markt.

Die Titel von Check Point Software fielen um 7 Prozent. Das Unternehmen hatte für das dritte Quartal einen Umsatz unter der durchschnittlichen Analystenschätzung gemeldet./gl/he

--- Von Gerold Löhle, dpa-AFX ---

 ISIN  US2605661048  US6311011026  US78378X1072

AXC0298 2026-11-02/22:43

Relevante Links: Lumentum Holdings Inc., Check Point Software Technologies Ltd., Apple Inc., Marvell Technology Inc., Estée Lauder Companies Inc., NVIDIA Corporation, Oracle Corporation, Alphabet Inc.

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