, dpa-AFX

Aktien Wien Schluss: Leitindex ATX schließt leicht im Plus

Die Wiener Börse ist am Montag mit moderaten Gewinnen in die Woche gestartet. Der ATX beendete den Tag mit einem Plus von 0,16 Prozent und 6.430,27 Punkten. Der breiter gefasste ATX Prime stieg um 0,25 Prozent auf 3.160,41 Zähler. An anderen Börsen in Europa ging es etwas deutlicher nach oben. Unterstützt wurden die Märkte von einem spürbaren Ölpreisrückgang.

Grund dafür war ein Medienbericht über die diplomatischen Bemühungen von US-Präsident Donald Trump im Konflikt mit dem Iran, die Sorgen vor einer baldigen Wiederaufnahme amerikanischer Militärangriffe dämpften. Die Börsengewinne fielen aber trotz der tieferen Ölpreise verhalten aus. Im Vorfeld der US-Kongresswahlen am Dienstag dürften viele Anleger vorerst abgewartet haben.

Gut gesucht waren in Wien Aktien aus der Baubranche. So lagen Strabag und Wienerberger mit Gewinnen von 4,7 und 3,1 Prozent ganz oben im ATX. Tagesverlierer im Index waren in einem europaweit schwachen Branchenumfeld OMV mit einem Minus von 3,0 Prozent. Auch an anderen Börsen gaben Aktien der Ölbranche mit der Korrektur der Rohölpreise deutlich nach.

AT&S setzten scharfe Korrektur fort

AT&S setzten ihre Talfahrt fort und verloren nach dem Kurseinbruch von Freitag zum Wochenstart 2,8 Prozent. Am Freitag hatten die Titel in einer weltweiten Korrektur der Halbleiterwerte bereits über 13 Prozent eingebüßt. Seit Jahresbeginn haben die Aktien des österreichischen Leiterplattenherstellers ihren Kurs aber trotz der jüngsten Verluste immer noch vervierfacht.

Nachrichten gab es zum Wochenstart von der Raiffeisen Bank International . Die Bank dürfte die Addiko-Tochterbanken in Serbien, Bosnien-Herzegowina und Montenegro im Zuge der Übernahme vorerst doch behalten. Diese wären dem Plan nach mittels eines sogenannten "Carve-outs" eigentlich an die serbische Alta Group abgegeben worden. Nachdem der Alta Banka durch die serbische Notenbank die Lizenz entzogen wurde, rechne man aber nicht mehr damit, dass die dafür notwendigen Genehmigungen erteilt werden, so die RBI. An der Wiener Börse schlossen RBI-Aktien am Montag mit einem Plus von 0,5 Prozent und 56,40 Euro.

Aktien der Erste Group stiegen nach neuen Kaufempfehlungen um 0,5 Prozent auf 108,90 Euro. Die Analysten der Deutschen Bank und von Barclays haben ihre Empfehlungen für die Titel in Reaktion auf die vergangene Woche gemeldeten Quartalszahlen bestätigt. Die Barclays-Experten haben gleichzeitig ihr Kursziel leicht von 136 auf 137 Euro erhöht. Die Deutsche Bank hat ihr Kursziel von 131 Euro unverändert belassen.

Palfinger verloren hingegen nach einer neuen Analystenempfehlung 0,36 Prozent auf 27,55 Euro. Die Analysten der Deutschen Bank haben ihr Kursziel für den Kran-Spezialisten nach den Neunmonatszahlen zwar von 41,0 auf 39,0 Euro gesenkt, ihre Kaufempfehlung "Buy" aber bestätigt.

Mit Spannung erwartet werden jetzt die am Montagabend nach Börsenschluss anstehenden Apple -Quartalszahlen und der Ausgang der US-Kongresswahlen am Dienstag. Bei den sogenannten "Midterms" geht es um die künftigen Mehrheiten in beiden Kongresskammern. Sollten die Republikaner ihre Mehrheit nicht verteidigen können, stelle sich die Frage, ob US-Präsident Donald Trump diese Niederlage akzeptieren wird, schreiben die Helaba-Experten./mik/ste/APA/men

 ISIN  AT0000999982

AXC0270 2026-11-02/18:22

Relevante Links: Raiffeisen Bank International AG, Erste Group Bank AG, Apple Inc., AT&S Austria Technologie & Systemtechnik AG, PALFINGER AG, Wienerberger AG, STRABAG SE, OMV AG

Copyright dpa-AFX Wirtschaftsnachrichten GmbH. Alle Rechte vorbehalten. Weiterverbreitung, Wiederveröffentlichung oder dauerhafte Speicherung ohne ausdrückliche vorherige Zustimmung von dpa-AFX ist nicht gestattet.