Warnstreiks der IG Metall kurz nach Mitternacht gestartet
Die IG Metall hat in der Nacht zum Sonntag
ihre Warnstreiks in der deutschen Metall- und Elektroindustrie
begonnen. Unmittelbar nach Ablauf der Friedenspflicht um Mitternacht
legte unter anderem die Nachtschicht beim Weißblechhersteller
Thyssenkrupp
Die Proteste sollen in der kommenden Woche auf das gesamte Bundesgebiet ausgeweitet werden. Die IG Metall will in den Tarifverhandlungen für rund 3,7 Millionen Beschäftigte den Druck erhöhen. Betroffen von den zeitlich befristeten Ausständen sind wichtige Industriezweige wie Auto, Maschinenbau, Elektro und Metallerzeugung.
Die Gewerkschaft hat bei einer Laufzeit von zwölf Monaten 5 Prozent mehr Geld sowie die Sicherung von Jobs und Standorten gefordert. Die Arbeitgeber haben in der zweiten Verhandlungsrunde ein Angebot vorgelegt, das im kommenden Jahr eine Einmalzahlung und 2028 eine Stufenerhöhung von 1,3 Prozent im Juli 2028 vorsah. Begründet wurde die Offerte unterhalb der Inflation mit der schwierigen wirtschaftlichen Lage und den hohen Kostenbelastungen für die Industrie in Deutschland.
Die Gewerkschaftsvorsitzende Christiane Benner hatte "starke Warnstreiks" angekündigt, weil das "sogenannte Angebot" in den Betrieben nur "Unverständnis und Wut" ausgelöst habe. Es gehe darum, Kaufkraft und Zukunft für alle am Standort zu sichern.
"Die Arbeitgeber sehen die Beschäftigten als reine Kostenfaktoren. Das "Minus-Angebot" hat in den Belegschaften die Wut darüber noch verstärkt. Der Mitternachtswarnstreik bei Thyssenkrupp Rasselstein ist lediglich der Auftakt einer massiven Warnstreikphase", erklärte der Vorsitzende des IG Metall-Bezirks Mitte, Jörg Köhlinger, vor Streikenden in Andernach./ceb/DP/zb
ISIN DE0007500001
AXC0016 2026-11-01/11:00
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