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Bürgermeister von Hebron warnt vor Folgen der Abriegelung

Der Bürgermeister von Hebron, Jussef al-Dschabari, warnt vor den Folgen eines israelischen Militäreinsatzes in der Stadt im Westjordanland. Hebron sei abgeriegelt, niemand könne die Stadt betreten oder verlassen, sagte al-Dschabari dem arabischen Sender Al Jazeera. Israelische Militärfahrzeuge seien in jeder Straßen präsent. Mehr als 3.300 Palästinenser seien aus zwei Stadtteilen vertrieben worden, in denen Häuser abgerissen würden.

Der palästinensischen Wirtschaft entstehen dem Bürgermeister zufolge jeden Tag Verluste in Höhe von rund vier Millionen US-Dollar (3,57 Millionen Euro). Unternehmen könnten weder Rohstoffe beziehen noch Waren ausliefern. Zudem erreichten Beschäftige ihre Arbeitsstätten nicht mehr.

Laut al-Dschabari ist mehr als 80.000 Menschen der Zugang zu Bildungseinrichtungen versperrt, da fünf Universitäten sowie sämtliche Schulen geschlossen blieben. Krankenhäuser könnten keine Patienten aus dem Umland mehr versorgen. Der Bürgermeister spricht in diesem Zusammenhang von einer kollektiven Bestrafung der Bevölkerung.

Israels Armee spricht von einer Anti-Terror-Operation

Das israelische Militär begründet den Einsatz im Raum Hebron mit einer Anti-Terror-Operation. Auslöser war nach Angaben der Streitkräfte ein Schusswaffenangriff in der Nähe von Hebron am Freitag vergangener Woche, bei dem zwei israelische Soldaten getötet und drei weitere verletzt wurden. Die beiden mutmaßlich palästinensischen Angreifer aus Hebron wurden bei dem Vorfall ebenfalls getötet.

Die Angaben des Bürgermeisters zu den Folgen der Abriegelung lassen sich derzeit nicht unabhängig überprüfen./da/DP/zb

AXC0046 2026-10-31/15:43

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