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Österreichische Staatsanleihen im Späthandel überwiegend etwas tiefer / Inflations- und Wirtschaftsdaten aus Europa im Fokus

Die Kurse österreichischer Bundesanleihen haben sich am Freitagnachmittag mehrheitlich mit leichten Verlusten gezeigt. Die Rendite der richtungsweisenden zehnjährigen österreichischen Benchmark-Anleihe stieg im Gegenzug um einen Basispunkt auf 3,63 Prozent. Der Rendite-Spread zur vergleichbaren deutschen Anleihe betrug 31 Basispunkte. Der Euro-Bund-Future stieg um 0,08 Prozent auf 122,46 Punkte.

Die Blicke waren nach den geldpolitischen Entscheidungen in den Vortagen nun auf europäische Wachstums- und Inflationszahlen gerichtet, welche die Zinserwartungen aber nicht maßgeblich festigten. So hat sich die Wirtschaft der Eurozone in den Sommermonaten überraschend robust entwickelt. Zudem stiegen auch die Inflationsraten in mehreren Euroländern unerwartet deutlich an.

Eine Ausnahme bildete Deutschland, wo die Inflation wegen der Auswirkungen des Tankrabatts auf 2,8 Prozent nach 3,3 Prozent im September fiel. Der Rückgang war etwas stärker als von Ökonomen erwartet. Auch in Spanien hat sie sich im Oktober zwar leicht abgeschwächt, bleibt aber auf einem deutlich höheren Niveau knapp unter 5 Prozent.

Dagegen trieben die erhöhten Preise für Kraftstoffe und Gas infolge des Iran-Kriegs die Teuerung in Frankreich stärker als erwartet auf 3,8 Prozent. Auch in Italien zog die Inflation überraschend kräftig auf eine Jahresrate von 5,6 Prozent an.

Renditen ausgewählter österreichischer Benchmark-Anleihen:

Laufzeit Aktuell Vortag Veränderung Spread (in Basispunkten)
2 Jahre     3,17   3,13        0,04                       12
5 Jahre     3,38   3,39       -0,01                       25
10 Jahre    3,63   3,62        0,01                       31
30 Jahre    3,95   3,94        0,01                       28

spa/mik

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