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Ukraine: Busse auf dem Weg nach Oleschky - Waffenruhe hält

Die Waffenruhe um die russisch besetzte südukrainische Frontstadt Oleschky für die Evakuierung ihrer Bewohner wird bereits mehr als 75 Stunden eingehalten. "Ich möchte hervorheben, dass es das erste Mal seit dem Jahr 2022 ist, dass eine Waffenruhe an einem so großen Frontabschnitt hält", konstatierte der ukrainische Menschenrechtsbeauftragte Dmytro Lubinez in einer gemeinsamen Pressekonferenz mit seiner russischen Kollegin Jana Lantratowa in Armjansk. Für Evakuierungswillige seien 25 Busse mit mehr als 750 Plätzen bereitgestellt worden. Begleitet werde die Kolonne von weiteren neun Krankenwagen für den Transport von Bettlägrigen. Haustiere können demnach in Käfigen mitgenommen werden.

Von Dienstag bis einschließlich Sonntag gilt eine örtlich begrenzte Waffenruhe für Oleschky und Umgebung, von der auch die am gegenüberliegenden Ufer des Flusses Dnipro liegende Gebietshauptstadt Cherson profitiert. So sollen ansonsten durch Drohnenangriffe und Minen verhinderte Transporte in und aus der Stadt ermöglicht werden.

Nach Angaben von Lantratowa kamen bei der Minenräumung ein russischer Soldat und ein weiterer Mensch ums Leben. An den Vorbereitungen seien US-Bürger beteiligt gewesen. Journalisten aus der Ukraine, Russland und den USA beobachten demnach den Prozess. Lubinez äußerte die Hoffnung, derartige humanitäre Aktionen auch an anderen Frontabschnitten durchführen zu können. Er dankte der First Lady der USA, Melania Trump, auf Englisch gesondert für die Vermittlung der Waffenruhe.

Oleschky wurde unmittelbar nach Kriegsbeginn im Februar 2022 von russischen Truppen besetzt. Seit dem Abzug der Russen aus der Gebietshauptstadt Cherson im November 2022 ist Oleschky Frontstadt. Die US-Regierung drängt vor allem die Ukraine seit längerem zu Kompromissen für einen Friedensschluss mit dem Angreifer Russland./ast/DP/mis

AXC0137 2026-10-30/11:07

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