Höhere Ölpreise sowie schwache Vorgaben von
den Börsen in den USA und Asien haben den deutschen Aktienmarkt am
Freitag etwas belastet. Am Vorabend nach US-Börsenschluss hatten die
vielbeachteten Technologiekonzerne Amazon und Intel
mit ihren Quartalszahlen enttäuscht. Im Blick stehen
am Nachmittag Inflationsdaten aus Deutschland.
Der Dax sank zuletzt um 0,1 Prozent auf 26.003
Punkte, nachdem er tags zuvor das höchste Niveau seit Anfang
September erreicht und am Ende ein Plus von 1,3 Prozent verzeichnet
hatte. Damit deutet sich für den Dax ein Wochengewinn von mehr als
drei Prozent an.
Der MDax der mittelgroßen Unternehmen gab am
Freitagvormittag um 0,4 Prozent auf 30.684 Zähler nach. Der
Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 verlor 0,6 Prozent.
Die Ölpreise stiegen angesichts wachsender Sorgen über einen
möglichen erneuten Militärschlag der USA im Iran zwischenzeitlich
auf den höchsten Stand seit April. Seit längerem wird über mögliche
neue Angriffe der USA und Israels gegen den Iran nach den
US-Parlamentswahlen spekuliert, die an diesem Dienstag stattfinden.
Ein positives Urteil in einem Glyphosat-Prozess trieb die Aktien von
Bayer an der Dax-Spitze um weitere 3,5 Prozent nach
oben. Bereits am Donnerstag hatten sie kräftig zugelegt. Eine
Geschworenen-Jury im US-Bundesstaat Missouri hatte in einem
Glyphosat-Prozess zugunsten von Bayer geurteilt. Jefferies-Analyst
Michael Leuchten sprach von einem ermutigenden Gerichtserfolg.
Der Chemiekonzern Evonik stellt sich gegen das
Übernahmebegehren des größeren Wettbewerbers BASF .
Nach Prüfung sei entschieden worden, nicht in Verhandlungen
einzutreten, teilte Evonik mit. Der Vorstand sei aber bereit zu
einem rein informativen und vertraulichen Austausch mit BASF, in dem
beide Seiten ihre Positionen erläutern könnten. Die Evonik-Papiere
sanken um 0,6 Prozent, während die BASF-Titel um 0,3 Prozent
zulegten.
Puma verbuchte im dritten Quartal einen
Umsatzrückgang von 5 Prozent. Der Nettoverlust verringerte sich
etwas zum Vorjahr. Puma erwartet für 2026 weiter einen
währungsbereinigten Umsatzrückgang im niedrigen bis mittleren
einstelligen Bereich, grenzte jedoch die Spanne beim operativen
Ergebnis ein. Die Anteilsscheine des Sportartikelherstellers standen
mit einem Kursplus von 6,3 Prozent an der MDax-Spitze.
Der Brennstoffzellenspezialist SFC Energy erhöhte
nach den Zahlen für die ersten neun Monate erneut seine
Ergebniszielspanne für 2026. An dem im August angehobenen Umsatzziel
hält das Unternehmen fest. Die SFC-Papiere drehten nach einem
positiven Handelsauftakt ins Minus und verloren zuletzt 1,2
Prozent./edh/jha/