Aktien Frankfurt Ausblick: Leicht im Minus erwartet - Positive Wochenbilanz
Höhere Ölpreise sowie schwache Vorgaben von
den Börsen in den USA und Asien dürften den deutschen Aktienmarkt am
Freitag zunächst etwas belasten. Am Vorabend hatten nach
US-Börsenschluss die vielbeachteten Technologiekonzerne Amazon
und Intel mit ihren Quartalszahlen
enttäuscht. Im Blick stehen am Freitag Inflationsdaten aus
Deutschland.
Eine Stunde vor Handelsbeginn signalisierte der X-Dax
als Indikator für den Dax ein Minus von 0,1 Prozent
auf 26.018 Punkte. Am Donnerstag hatte der deutsche Leitindex das
höchste Niveau seit Anfang September erreicht und am Ende ein Plus
von 1,3 Prozent verzeichnet. Überwiegend positive Quartalszahlen und
unveränderte Leitzinsen der Notenbanken hatten für Rückenwind
gesorgt. Damit deutet sich für den Dax ein Wochengewinn von mehr als
drei Prozent an.
Die Ölpreise sind zum Wochenausklang angesichts wachsender Sorgen
über einen möglichen erneuten Militärschlag der USA im Iran
zwischenzeitlich auf den höchsten Stand seit April gestiegen. Seit
längerem wird über mögliche neue Angriffe der USA und Israels gegen
den Iran nach den US-Parlamentswahlen spekuliert, die kommenden
Dienstag stattfinden.
Eine Geschworenen-Jury im US-Bundesstaat Missouri urteilte in einem
Glyphosat-Prozess zugunsten von Bayer . Nachdem der
Pharma- und Agrarchemiekonzern im Juni einen wegweisenden
Glyphosat-Fall vor dem obersten US-Gericht gewonnen hatte, war der
Prozess in Missouri wichtig, weil die Kläger andere Argumente gegen
Bayer vorbrachten. Jefferies-Analyst Michael Leuchten sprach von
einem ermutigenden Gerichtserfolg. Die Bayer-Aktie gewann auf der
Handelsplattform Tradegate rund vier Prozent zum Xetra-Schlusskurs.
Der Brennstoffzellenspezialist SFC Energy erhöhte
nach den Zahlen für die ersten neun Monate erneut seine
Ergebniszielspanne für 2026. An dem im August angehobenen Umsatzziel
hält das Unternehmen nun fest. In den ersten neun Monaten des
laufenden Jahres hatte SFC den Erlös um fast ein Drittel gesteigert.
Das operative Ergebnis (bereinigtes Ebitda) legte von 10,8 Millionen
Euro im Vorjahr auf 33,7 Millionen Euro zu. Die SFC-Papiere
schnellten auf Tradegate um 7,4 Prozent nach oben.
Für die Aktie von Wacker Chemie ging es auf Tradegate
um 3,4 Prozent abwärts, nachdem die Deutsche Bank und die Privatbank
Berenberg sie abgestuft hatten. Berenberg-Analyst Sebastian Bray
erwartet für das Spezialchemie-Unternehmen im kommenden Jahr kaum
Chancen für eine klare operative Ergebnissteigerung./edh/jha/