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dpa-AFX Überblick: KONJUNKTUR vom 29.10.2026 - 17.15 Uhr

ROUNDUP 2/ Lagarde verlässt EZB im Februar: 'Will Redefreiheit'

FRANKFURT - Nach monatelangen Gerüchten schafft EZB-Präsidentin Christine Lagarde Klarheit: Die Französin verlässt die Notenbank am 7. Februar 2027 und damit fast neun Monate vor Ende ihrer regulären Amtszeit. Über ihren Rücktritt habe Lagarde den EZB-Rat sowie den Präsidenten des Europäischen Rates, António Costa, informiert, teilte die Notenbank in Frankfurt wenige Stunden vor ihrem Zinsentscheid mit.

ROUNDUP: US-Wirtschaftswachstum beschleunigt sich stärker als erwartet

WASHINGTON - Das Wachstum der US-Wirtschaft hat sich im Herbst etwas stärker als erwartet beschleunigt. Im dritten Quartal stieg das Bruttoinlandsprodukt (BIP) zum Vorquartal um annualisiert 3,4 Prozent, wie das Handelsministerium am Donnerstag laut einer ersten Erhebung in Washington mitteilte. Dies ist das höchste Wachstum seit einem Jahr. Volkswirte hatten im Schnitt nur mit einem Wachstum von 3,2 Prozent gerechnet. Im zweiten Quartal war die größte Volkswirtschaft der Welt um 2,2 Prozent gewachsen.

USA: Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe bleiben unter 200.000

WASHINGTON - In den USA bleibt die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe unter 200.000 und damit auf einem niedrigen Niveau. In der vergangenen Woche gingen die Hilfsanträge um 1.000 auf 194.000 zurück, wie das US-Arbeitsministerium am Donnerstag in Washington mitteilte. Volkswirte hatten im Schnitt mit 198.000 Anträgen gerechnet.

Trotz Veto von Merz: Von der Leyen hält an Kanada-Plan fest

MONTREAL - EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hält trotz Widerstand von Ländern wie Deutschland an der Idee einer assoziierten EU-Mitgliedschaft Kanadas fest. "Wir beide wollen unsere Beziehungen auf die höchstmögliche Ebene heben. Deshalb beraten wir derzeit über die Möglichkeit, dass Kanada das erste assoziierte Mitglied der Europäischen Union wird", sagte von der Leyen in Montreal vor dem EU-Kanada-Gipfel. "Wir können eine Partnerschaft aufbauen, die einer Mitgliedschaft näher kommt als alles, was wir bisher getan haben."

Millionenkredite für Raumfahrtfirmen in Deutschland und EU

LUXEMBURG - Die Deutsche Bank und die Europäische Investitionsbank (EIB) unterstützen Deutschlands und Europas Raumfahrtindustrie mit Krediten in Höhe von mehr als einer halben Milliarde Euro. Mit einer Finanzierungspartnerschaft über 560 Millionen Euro sollen Investitionen in Technologien wie wiederverwendbare Trägerraketen und Raumfahrzeuge, Antriebssysteme, Satellitenfertigung und Erdbeobachtung gefördert werden, heißt es in einer gemeinsamen Mitteilung.

ROUNDUP: Linnemann schließt Kürzung von Pflegeleistungen nicht aus

BERLIN - Bundesgesundheitsminister Carsten Linnemann schließt angesichts der Finanznöte der Pflegeversicherung Leistungskürzungen nicht aus. "Wir müssen rund zehn Prozent einsparen", sagte der CDU-Politiker dem "Handelsblatt". "Natürlich kann ich nicht garantieren, dass es an der ein oder anderen Stelle keine Leistungskürzungen geben wird." Um eine erwartete Milliardenlücke 2027 zu schließen, plant die schwarz-rote Koalition schon ein Gesetz. Eine Kommission soll weitergehende Reformempfehlungen erarbeiten.

Eurozone: Wirtschaftsstimmung trübt sich erneut ein

BRÜSSEL - Die Wirtschaftsstimmung in der Eurozone hat sich im Oktober erneut eingetrübt. Der Economic Sentiment Indicator (ESI) fiel im Vergleich zum Vormonat um 0,6 Punkte auf 96,9 Punkte, wie die Europäische Kommission am Donnerstag in Brüssel mitteilte. Der Stimmungsindikator fällt damit wieder tiefer unter den langfristigen Durchschnitt von 100 Punkten. Volkswirte hatten im Schnitt mit 97,5 Punkte gerechnet. Der Vormonatswert wurde um 0,4 Punkte auf 97,5 Punkte nach unten revidiert.

ROUNDUP: Steinmeier mahnt in China fairen Handel an

PEKING - Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat China dazu aufgerufen, gemeinsam die regelbasierte internationale Ordnung zu stärken und für Frieden und freien Welthandel einzutreten. In einer Rede an der Peking Universität forderte er, Ungleichgewichte in den wirtschaftlichen Beziehungen zwischen China und Deutschland beziehungsweise Europa abzubauen. Zudem appellierte er an China, auf Russland einzuwirken, um ein Ende des Ukraine-Krieges herbeizuführen.

Kundenhinweis: ROUNDUP: Sie lesen im Konjunktur-Überblick eine Zusammenfassung. Zu diesem Thema gibt es mehrere Meldungen auf dem dpa-AFX Nachrichtendienst.

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AXC0310 2026-10-29/17:20

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