Rohstoffe (Nachmittag) - Ölpreise geben nach / Verhandlungen im Nahost-Konflikt im Fokus
Die Öl- und Gaspreise sind am Donnerstagnachmittag weiterhin schwächer. Neue diplomatische Bemühungen im Nahen Osten nähren die Hoffnung, dass eine Wiederaufnahme der US-Angriffe auf den Iran verhindert werden kann. Ein Barrel (etwa 159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Dezember kostete zuletzt 113,38 US-Dollar. Das waren 1,68 Prozent weniger als am Vortag.
Der Preis für US-Öl der Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur Lieferung im Dezember fiel um 2,54 Prozent auf 100,17 Dollar.
Auch der europäische Preis für Erdgas hielt sich in der Verlustzone, nachdem er am Mittwoch erstmals seit 2022 über 100 Euro je Megawattstunde (MWh) gestiegen war. Zuletzt lag der richtungweisende Erdgas-Terminkontrakt TTF zur Lieferung in einem Monat an der Börse in Amsterdam bei 96,83 Euro je MWh und damit über drei Prozent niedriger als am Vorabend.
Im Fokus stand erneut der Nahost-Konflikt. So habe laut Medienberichten der US-Vizepräsident JD Vance auf Geheiß des US-Präsidenten Donald Trump ein Schreiben, dessen Inhalt laut Trump unter anderem die medizinische Versorgung des Irans ins Spiel brachte, an die iranische Führung übermittelt. Teheran dagegen beharrte darauf, dass seine "sieben Konditionen" von US-Seite erfüllt werden. "Jegliche Position, die diesen Rahmenbedingungen zuwider liefe, wäre inakzeptabel", hieß es laut der iranischen Nachrichtenagentur Tansim.
Der Goldpreis gab nach. Zuletzt wurde eine Feinunze (etwa 31,10 Gramm) bei 4.024,02 US-Dollar gehandelt. Das waren 1,08 Prozent weniger als am Vorabend.
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