Heidelberger Druckmaschinen senkt Gewinnprognose - Kurseinbruch bei Aktie
Der Druckmaschinenhersteller Heidelberger
Druck kappt nach einem enttäuschenden ersten Halbjahr
seinen Ergebnisausblick für das Geschäftsjahr. So werde
voraussichtlich bei der bereinigten Gewinnmarge vor Zinsen, Steuern
und Abschreibungen (Ebitda) nun nur noch die Spanne von 5,6 bis 6,6
Prozent erreicht, hieß es am Donnerstag vom SDax
-Konzern aus Heidelberg. Bisher war das Management von
einer spürbaren Verbesserung des Vorjahreswerts von 6,6 Prozent
ausgegangen. Grund seien insbesondere die Entwicklung der
Weltwirtschaft sowie der anhaltende Kostendruck. Negative
Produktmixeffekte aus der Entwicklung im Nahen Osten sowie
Verzögerungen bei Projekten in der Technologiessparte kämen hinzu.
Der Aktienkurs sackte um 23 Prozent ab.
Im ersten Halbjahr lag die operative Marge bei 3,7 Prozent und blieb
damit deutlich unter den 6,4 Prozent aus dem Vorjahr. Auch im
zweiten Quartal erreichte die Kennzahl mit 6,4 Prozent noch nicht
die alte Zielsetzung des Managements für das Gesamtjahr. Der Umsatz
in den drei Monaten bis Ende September ging um zwei Prozent auf 509
Millionen zurück. Unter dem Strich erzielte Heideldruck einen Gewinn
von 24 Millionen Euro nach 11 Millionen ein Jahr zuvor, vor allem
wegen eines Sonderertrags. Der Auftragseingang legte um knapp 10
Prozent auf 604 Millionen Euro zu./men/jha/