Heereschef im Baltikum: Müssen 'noch schneller werden'
Der deutsche Generalleutnant Christian Freuding will nach umfangreichen Erkundungen an der Nato-Ostflanke mehr Tempo beim Aufbau der Bündnisverteidigung. Dabei nannte er zum Abschluss eines mehrtägigen Besuches in den drei baltischen Republiken auch logistische Vorstationierung von Waffen und Material sowie Bemühungen um die Durchhaltefähigkeit einer Bündnisverteidigung, wie er der Deutschen Presse-Agentur sagte.
"Wir haben alle die gemeinsame Überzeugung gewonnen, dass wir für den fight tonight noch schneller werden müssen, dass wir jeden Tag unsere Fähigkeiten verbessern müssen und dass wir nur so unserer großen Verantwortung gerecht werden können", sagte Freuding, der als Heeresinspekteur zusammen mit seinem niederländischen Amtskollegen Generalleutnant Jan Swillens und allen Generalen des deutschen und niederländischen Heeres mögliche Einsatzräume in Estland, Lettland und Litauen erkundet.
"Fight Tonight" bezeichnet Einsatzkonzepte für die Reaktion auf einen überraschenden Angriff, den ein Gegner auch ohne umfangreich erkennbare Vorbereitungen starten kann. Militärplaner und Sicherheitsforscher beschäftigt die Frage, ob der russische Präsident Wladimir Putin einen solchen begrenzten Schlag gegen Nato-Gebiet beginnen könnte, gerade weil seine Truppen in der Ukraine kaum vorankommen. Die Heeresspitzen von Deutschland und den Niederlanden hatten sich seit Wochenbeginn entlang der Nato-Außengrenze zu Russland und Belarus über die Lage informiert./cn/DP/zb
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