Umfrage: Viele Deutsche bewerten USA ähnlich kritisch wie China
Kurz vor den Midterms haben viele Deutsche einer aktuellen Umfrage nach eine eher negative oder sehr negative Meinung zu den USA. 61 Prozent der Befragten in einer repräsentativen YouGov-Umfrage gaben diese Wertungen ab. Damit fällt das Urteil über die Vereinigten Staaten ähnlich aus wie das über China, das 59 Prozent der Wahlberechtigten in Deutschland demnach negativ bewerten.
Mit ähnlicher Skepsis begegnen die Bundesbürgerinnen und Bürger auch Krisenherden in Nahost wie Israel (62 Prozent) und die palästinensischen Gebiete (54 Prozent). Besonders große Teile der Befragten bewerten zudem den Iran (81 Prozent) und Russland (74 Prozent) negativ.
In den Vereinigten Staaten wählen die Bürgerinnen und Bürger bei den Zwischenwahlen zum Kongress am 3. November alle Mitglieder des Repräsentantenhauses sowie gut ein Drittel des Senats neu.
Großteil sieht US-Demokratie nur bedingt funktionsfähig
Nur 9 Prozent der Deutschen glauben indes, dass die Demokratie in den USA im Großen und Ganzen gut funktioniert. 25 Prozent stimmten der Aussage zu, die US-Demokratie funktioniere zwar, sei aber gefährdet. 40 Prozent stimmten mit dem Satz überein: "Die Demokratie in den USA ist stark gefährdet und funktioniert teilweise nicht mehr." 12 Prozent halten die Demokratie jenseits des Atlantik laut eigener Aussage weitgehend nicht mehr für funktionsfähig.
Freund oder Bedrohung?
Gespalten sind die Deutschen in der Frage nach den Beziehungen zwischen den USA und Deutschland. 19 Prozent stimmten der Aussage zu, die Vereinigten Staaten seien im Allgemeinen ein Freund und Verbündeter. 11 Prozent bewerteten die USA im Allgemeinen als Bedrohung für Deutschland. Als freundlichen Rivalen sehen 22 Prozent das Land. 28 Prozent der Befragten gehen davon aus, dass die USA Deutschland gegenüber eher nicht freundlich eingestellt sind. 20 Prozent machten entweder keine Angaben dazu oder antworteten mit "Weiß nicht".
YouGov befragte im Zeitraum vom 16. bis 19. Oktober 2.202 Wahlberechtigte in einer repräsentativen Stichprobe, quotiert nach Alter, Geschlecht, Bildung, Region, politischem Interesse und Wahlverhalten. Die Fehlertoleranz für die Gesamtstichprobe beträgt laut Angaben des Instituts für einen Anteilswert von 50 Prozent +/- 2,09 Prozentpunkte und für einen Anteilswert von 5 Prozent weitere +/- 0,91 Prozentpunkte./gma/DP/zb
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