Waffenruhe in Oleschky - Minenräumung im Gang
Die Zugangsstraßen in die russisch besetzte südukrainische Frontstadt Oleschky werden für eine humanitäre Hilfsaktion von Minen geräumt. "Es ist gerade äußerst wichtig, die Sicherheit der Wege zu gewährleisten, damit die Menschen die Stadt verlassen können", schrieb die russische Menschenrechtsbeauftragte Jana Lantratowa bei Telegram.
Sie bestätigte dabei noch einmal, dass die seit Dienstag geltende Waffenruhe zwischen russischen und ukrainischen Truppen an dem Frontabschnitt am Fluss Dnipro eingehalten wird. Zuvor hatte bereits ihr ukrainischer Kollege, Dmytro Lubinez, ebenfalls auf Telegram die Minenräumung und das Einhalten der Feuerpause bestätigt.
Fox News: Über Belarus in die Ukraine
Einem unbestätigten Bericht des US-Senders Fox News zufolge wurde vereinbart, dass ausreisewillige Einwohner von Oleschky ins südrussische Anapa gebracht werden. Vom dortigen Flughafen können sie demnach nach Gomel in Belarus fliegen und weiter in die benachbarte Ukraine reisen. Künftig soll demzufolge mindestens einmal pro Monat die Lieferung von Hilfsgütern, Lebensmitteln, Medikamenten und Treibstoff ermöglicht werden.
Oleschky wurde im Februar 2022 unmittelbar nach Kriegsbeginn von russischen Truppen erobert. Die Stadt wurde mit dem Rückzug des russischen Militärs aus der gegenüberliegenden Gebietshauptstadt Cherson im November gleichen Jahres zum Frontgebiet. Von vor dem Krieg rund 24.000 Einwohnern sollen weiterhin bis zu 2.000 Menschen in Oleschky leben. Die Versorgungslage wurde vor der Waffenruhe durch ständige Drohnenangriffe auf Transporte enorm erschwert. Für die Vereinbarung zwischen Ukrainern und Russen setzten sich die US-amerikanische First Lady Melania Trump und Papst Leo XIV. ein./ast/DP/he
AXC0293 2026-10-28/20:30