Österreichische Staatsanleihen im Späthandel mit Kursverlusten / Vor Zinsentscheidung der US-Notenbank Fed
Die Kurse österreichischer Bundesanleihen haben sich am Mittwochnachmittag mit Verlusten gezeigt. Die Rendite der richtungsweisenden zehnjährigen österreichischen Benchmark-Anleihe stieg im Gegenzug um 3 Basispunkte auf 3,65 Prozent. Der Rendite-Spread zur vergleichbaren deutschen Anleihe betrug 28 Basispunkte. Der Euro-Bund-Future fiel um 0,08 Prozent auf 121,95 Punkte.
Gegenwind kam von den wieder gestiegenen Öl- und Gaspreisen, wobei der Iran-Krieg wesentlicher Preistreiber bleibt. Die USA haben einem Bericht des "Wall Street Journal" zufolge mehrere Staaten am Persischen Golf aufgefordert, sich auf einen Militäreinsatz gegen den Iran nach den US-Zwischenwahlen vorzubereiten. Die Zeitung berief sich auf nicht namentlich genannte Personen, die über die Gespräche informiert worden seien.
Die Marktakteure warten zudem auf geldpolitische Beschlüsse auf beiden Seiten des Atlantiks. Bezüglich der Zinsentscheidung der Fed am Abend werde eine Beibehaltung des aktuellen Zinsniveaus erwartet, wenngleich die fundamentalen Rahmenbedingungen ambivalente Argumente liefern würden, schrieben die Ökonomen der Helaba. Einer hohen Inflationsrate und der robusten Lage am Arbeitsmarkt etwa würden bereits gestiegene Kapitalmarktrenditen und eine schwache Konsumstimmung gegenüberstehen.
Renditen ausgewählter österreichischer Benchmark-Anleihen:
Laufzeit Aktuell Vortag Veränderung Spread (in Basispunkten) 2 Jahre 3,24 3,19 0,05 11 5 Jahre 3,43 3,41 0,02 22 10 Jahre 3,65 3,62 0,03 28 30 Jahre 3,94 3,93 0,01 26
spa/mik