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Britischer Haushalt: Mindestlohn hoch, Dosenbohnen zollfrei

Die britische Regierung hat mehrere Sozialmaßnahmen angekündigt, um insbesondere den Auswirkungen des Iran-Kriegs entgegenzuwirken. Finanzminister John Healey kündigte bei der Vorstellung seines Haushalts eine Einmalzahlung in Höhe von 100 Pfund (umgerechnet rund 120 Euro) für rund 20 Millionen Haushalte an. Neben weiteren Maßnahmen steigt auch der gesetzliche Mindestlohn um 3,9 Prozent auf 13,20 Pfund (15,75 Euro).

Profitieren sollen von der Erhöhung laut Healey 2,3 Millionen arbeitende Menschen. Vor der Verkündung des Haushalts war die weiter bestehende Unterscheidung zwischen Menschen unter und über 21 Jahren als ungerecht kritisiert worden. Der Mindestlohn für 18- bis 20-Jährige steigt ebenfalls um 3,9 Prozent und bleibt mit jetzt 11,27 Pfund (umgerechnet 13,45 Euro) unter dem Mindestlohn der älteren Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. In Deutschland liegt der gesetzliche Mindestlohn bei 13,90 Euro.

Keine Einfuhrzölle mehr auf Dosenbohnen

"Das ist ein Haushalt für die arbeitende Bevölkerung Großbritanniens", sagte Healey. Die verschiedenen Maßnahmen seien insbesondere darauf ausgelegt, die gestiegenen Energiepreise zu kompensieren. Dazu gehören die Abschaffung von Einfuhrzöllen auf bestimmte Lebensmittel wie Baked Beans und Kerosin sowie die dauerhafte Beibehaltung einer steuerfreien Kilometerpauschale. Auch die Grundgebühren bei Gasrechnungen sollen abgeschafft werden. Inwieweit die Einsparungen bei den Verbraucherinnen und Verbrauchern ankommen, hängt von der Weitergabe der Unternehmen ab.

Der Haushalt werde das Vereinigte Königreich "durch wirtschaftliche Stürme" steuern, sagte Healey. Die Auswirkungen des Krieges im Iran hätten zu den Schwierigkeiten der Wirtschaft beigetragen und die Inflation infolge höherer Öl- und Gaspreise angetrieben. Healey sagte, er nutze den Haushalt, um die Energierechnungen dauerhaft zu senken. Die Einmalzahlung werde 2,6 Milliarden Pfund (3,1 Milliarden Euro) kosten./mj/DP/mis

AXC0228 2026-10-28/15:29

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