AKTIEN IM FOKUS: Santander und UBS nach Zahlen schwach - Deutsche Bank steigt
Die Geschäftszahlen europäischer
Banken haben zur Wochenmitte Licht und Schatten geboten. Am Mittwoch
gerieten daraufhin vor allem die Aktien von Santander
Unter dem Strich nahmen Anleger zur Wochenmitte zuletzt eine
neutrale Haltung zu Bankaktien ein. Der europäische Sektorindex
Die Titel von Santander büßten bis zum Mittag 4,4 Prozent auf 10,77 Euro ein und waren damit das Schlusslicht im Branchenindex Stoxx 600 Banks. Die spanische Großbank hatte zwar im dritten Quartal unter anderem dank der Übernahme der US-Bank Webster im laufenden Geschäft deutlich mehr verdient. Die Margen aber sähen gleichwohl etwas schwach aus, schrieb Analyst Benjamin Toms von der kanadischen Bank RBC. Expertin Miruna Chirea von Jefferies äußerte sich ähnlich und sprach von einer etwas enttäuschenden Ertragsdynamik.
Mit dem Kursrutsch zur Wochenmitte sind die Papiere von Santander wieder auf das Niveau von Mitte Juni zurückgefallen, nachdem sie am Vortag noch in einem freundlichen Umfeld wieder bis an die viel beachtete 200-Tage-Durchschnittslinie herangerückt waren.
Die 200-Tage-Linie beschreibt den langfristigen Trend und wurde bereits am Montag erstmals seit Langem unterschritten. Damit wurde zu Wochenbeginn ein übergeordneter Abwärtstrend für die Santander-Aktien signalisiert und so ein klassisches Verkaufssignal ausgelöst.
Für die Anteilsscheine der UBS ging es zuletzt um 1,7 Prozent nach unten. Die Schweizer Großbank hatte zwar Erträge und Gewinn gesteigert. An der Börse in Zürich schlugen jedoch die negativen Neuigkeiten stärker durch: So lief es in der Vermögensverwaltung nicht so gut wie gedacht.
In Paris gaben die Anteilsscheine von BNP Paribas
Die Papiere der Deutschen Bank
Analyst Kian Abouhossein von der US-Bank JPMorgan attestierte den Frankfurtern eine gute Entwicklung. Die Kehrtwende im Firmenkundengeschäft sei endlich gelungen.
Mate Nemes von der UBS resümierte, das deutsche Geldhaus habe ordentlich abgeschnitten und liege mit dem Vorsteuerergebnis zehn Prozent über der Markterwartung. Auch das operative Ergebnis vor Rückstellungen überrasche positiv. Zudem seien die Frankfurter nun für die Erträge im laufenden Jahr etwas zuversichtlicher./la/bek/stk
ISIN FR0000131104 DE0005140008 CH0244767585 ES0113900J37
AXC0173 2026-10-28/12:30
Relevante Links: UBS Group AG, Deutsche Bank AG, Banco Santander Central Hispano S.A., BNP Banque Nationale de Paris Paribas S.A.