ROUNDUP/Aktien Frankfurt Eröffnung: Wenig verändert - Zahlen und Fed im Fokus
Nach der Erholung zum Wochenstart hat sich der
deutsche Aktienmarkt zur Wochenmitte zunächst wenig bewegt. Geprägt
wird der Handelstag von vielen Unternehmenszahlen. Am Abend steht
dann die Zinsentscheidung der US-Notenbank im Fokus. Die Kauflaune
bremsen die Ölpreise, die angesichts der Wahl in Israel und eines
Medienberichts über mögliche US-Angriffe auf den Iran nach den
Zwischenwahlen in den USA Anfang November wieder anzogen.
Der Dax sank zuletzt um 0,1 Prozent auf 25.568
Punkte. Damit bleibt das Oktoberhoch bei 25.706 Punkten für den
deutschen Leitindex greifbar. Der MDax der
mittelgroßen Unternehmen gewann am Mittwochvormittag 0,1 Prozent auf
30.510 Zähler. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50
verlor 0,1 Prozent.
Nach der Vorlage der Zahlen zum dritten Quartal von Symrise
und Aussagen zum Gesamtjahr sackte der Kurs der Aktie
um knapp 10 Prozent ab und war damit größter Kursverlierer im Dax.
Die spezifizierte Zielspanne für die operative Marge (Ebitda) deute
für das Schlussquartal 2026 auf ein verlangsamtes Wachstum auf
vergleichbarer Basis hin, kommentierte Analyst Thomas Maul von der
DZ Bank. Die Konsensschätzungen könnten nun moderat nach unten
revidiert werden, fürchtet er.
Spitzenreiter im Dax waren die Papiere der Deutschen Bank
mit plus 3,3 Prozent. Das Geldhaus verbuchte im
dritten Quartal einen weiteren Rekordgewinn. Damit sei die Bank auf
einem guten Weg, die Ziele für 2026 zu erreichen, bilanzierte
Konzernchef Christian Sewing. Die Erträge - also die gesamten
Einnahmen - könnten nun den Wert von rund 33 Milliarden Euro im
Gesamtjahr 2026 sogar noch übertreffen.
Der Gewinn von Mercedes-Benz stieg im dritten Quartal
deutlich, der Umsatz fiel hingegen etwas. Bereits am Dienstag hatte
Mercedes sein Gewinnziel für das laufende Geschäftsjahr gesenkt.
Neben einem zunehmend schwierigen Umfeld in China erwartet der
Konzern höhere Kosten im vierten Quartal, unter anderem für
Material. Die Aktie sank um 0,1 Prozent, hatte aber schon am
Dienstag fast 4 Prozent eingebüßt.
Der weltgrößte Chemiekonzern BASF wird noch einmal
optimistischer für das Gesamtjahr. Im dritten Quartal übertraf das
operative Ergebnis die Erwartungen der Analysten deutlich. Den
Anlegern scheint das aber nicht gut genug zu sein, denn die
BASF-Titel verloren 1,4 Prozent.
Auch die Quartalszahlen der DWS konnten die Anleger
nicht überzeugen. Die Papiere der Fondsgesellschaft fielen um 1,2
Prozent. Die Deutsche-Bank-Tochter hatte im Sommer so viel Geld von
Anlegern eingesammelt wie nie zuvor in einem Quartal. Allerdings
stiegen Ertrag und Gewinn deutlich weniger stark als Analysten im
Schnitt erwartet hatten./edh/stk