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Der Tag mit Bloomberg:Börsen legen nach Rally Verschnaufpause ein, Pfund fällt gegenüber dem Euro zurück

AUF EINEN BLICK:

-AKTIENMARKT: Börsen legen nach Rally Verschnaufpause ein

-DEVISENMARKT: Pfund fällt gegenüber dem Euro zurück

-ROHSTOFFE: Der Ölpreis war im frühen Handel gut behauptet bei 68,63 Dollar je Barrel. Die Unze Gold kostete in Asien mit 987,38 Dollar 0,6 Prozent mehr.

-BÖRSENBAROMETER:

2.6. 1.6.

Veränderung in % Dax + 0,0 + 4,1 DJ Euro Stoxx 50 - 0,1 + 3,5 Dow Jones + 0,2 + 2,6 S&P 500 + 0,2 + 2,6 Nasdaq Composite + 0,4 + 3,1

Der Nikkei 225 stieg am Mittwoch 0,5 Prozent. Am Dienstag hatte der Leitindex der Börse Tokio 0,3 Prozent zugelegt.

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AKTIENMÄRKTE:

Börsen legen nach Rally Verschnaufpause ein

Nach den deutlichen Gewinnen vom Montag haben die weltweiten Aktienmärkte gestern eine Verschnaufpause eingelegt. Die meisten Börsenbarometer bewegten sich in engen Spannen um den Montagsschluss. Gewinne bei Konsumwerten standen Verluste in der Finanzbranche gegenüber.

Unerwartet gute Zahlen vom US-Häusermarkt sorgten am Nachmittag für gute Stimmung. Das liess Investoren auf eine Erholung am Immobilienmarkt und auf eine steigende Ausgabenfreude der Amerikaner hoffen. Konsumsensitive Werte wie Coca-Cola und Disney waren gefragt.

Banken rutschten hingegen ab, nachdem in den USA Morgan Stanley, JPMorgan Chase und American Express Kapitalerhöhungen im Volumen von insgesamt mehr als sieben Mrd. Dollar durchgeführt hatten.

Europäische Autowerte wie BMW, Fiat und Renault setzten ihre Kurserholung fort und schlossen sich am Tag nach der General- Motors-Insolvenz den bereits merklich festeren Autoaktien in Japan an.

USA NACH BÖRSENSCHLUSS:

Kreise: Versicherer AIG verkauft New Yorker Konzernzentrale

American International Group Inc. (AIG), der vom US-Staat gerettete Versicherer, verkauft offenbar seine Konzernzentrale in New York. Eine entsprechende Vereinbarung sei getroffen worden, verlautete am Dienstag aus informierten Kreisen. Über den Käufer und den Preis wurde allerdings nichts bekannt.

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Microsoft plant Verkaufsstart von Windows 7 für Ende Oktober

Der Softwareriese Microsoft wird nach eigenen Angaben sein neues Betriebssystem Windows 7 am 22. Oktober auf den Markt bringen. Damit kommt das Produkt rechtzeitig zu Weihnachten in die Läden. Kunden, die vorher noch das jetzige Betriebssystem Vista erwerben, sollen später umsonst auf Windows 7 umsteigen können.

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Schweinegrippe: Weltbank erhöht Kreditlinie für arme Länder

Im Kampf gegen eine Ausbreitung der Schweinegrippe stellt die Weltbank ärmeren Ländern mehr Geld zur Verfügung. Wie die Organisation am Dienstagabend erklärte, wurde die entsprechende Kreditlinie für Entwicklungsländer um rund 500 Mill. Dollar an Nothilfe ausgeweitet.

ROHSTOFFE:

-Öl: Der Ölpreis war im frühen Handel gut behauptet bei 68,63 Dollar je Barrel (159 Liter). Das derzeitige Preisniveau sei dem Umstand zu verdanken, dass sich die wirtschaftliche Situation weltweit etwas verbessert hat, hiess es. So legten in den USA im April die Verkäufe neuer Häuser stärker zu als erwartet, und die Wirtschaft Australiens war im ersten Quartal entgegen den Vorhersagen gewachsen. Zudem gingen die Öl-Lagerbestände in den USA vergangene Woche zurück.

-Gold: Die Unze Gold kostete in Asien mit 987,38 Dollar 0,6 Prozent mehr. Durch den Rückgang des US-Dollar ist das Edelmetall als Alternative zu Dollar-Investments attraktiver. Der Silberpreis erreichte bei 16,17 Dollar pro Unze den höchsten Stand seit fast zehn Monaten.

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DEVISEN:

Pfund fällt gegenüber dem Euro zurück

Das Pfund Sterling hat gestern zum Euro an Wert verloren, nachdem der Wechselkurs zum Wochenstart auf ein Sechs-Monats- Hoch geklettert war. Händler waren zu dem Schluss gekommen, die Rally der vergangenen Wochen sei durch die Konjunkturaussichten in Grossbritannien nicht gerechtfertig. Es bestehe die Gefahr, dass sich nach dem Staatsfonds von Abu Dhabi auch andere Grossanleger aus Investments im britischen Bankensektor zurückziehen. Das Pfund notierte 0,3 Prozent leichter bei 1,1577 Euro.

Zum Dollar legte der Euro weiter zu und erreichte mit 1,4331 Dollar ein neues Jahreshoch. Russlands Präsident Medwedjew will mit Spitzenpolitikern anderer Schwellenländer die Entwicklung einer Weltwährung als Alternative zum Dollar debattieren. Die Nachricht verstärkte Händlern zufolge die jüngste Schwäche der US-Währung. Zum Yen stand der Dollar ebenfalls unter Abgabedruck. Japans Währung notierte am Abend 0,9 Prozent fester bei 95,75 je Dollar.

Der Kanada-Dollar näherte sich zum US-Dollar einem Acht-Monats- Hoch. Händler verwiesen auf die jüngsten Signale, dass die Weltkonjunktur wieder Tritt fasst und mit steigender Rohstoffnachfrage zu rechnen sei. Der US-Dollar war zeitweise schon für 1,0793 Kanada-Dollar zu haben. Zu Jahresbeginn mussten noch 1,22 Kanada-Dollar gezahlt werden.

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AUSBLICK:

DIE MÄRKTE HEUTE Mittwoch, 3. Juni

Konjunkturdaten:

-Deutschland: Einkaufsmanagerindex Dienstleistungen Mai (9.55 Uhr)

-Eurozone: Einkaufsmanagerindex Dienstleistungen, Gesamt Mai (10 Uhr), BIP erstes Quartal, Produzentenpreise April (jeweils 11 Uhr)

-USA: ADP-Arbeitsmarktzahlen Mai (14.15 Uhr), ISM- Dienstleistungsindex Mai, Auftragseingang Industrie April (16 Uhr)

Unternehmensdaten:

-Williams-Sonoma (WSM US) Q1 -Toll Brothers (TOL US) Q2 -British Airways (BAY LN) Verkehrszahlen Mai

(In Kooperation mit Bloomberg)