ROUNDUP/Metall und Elektro: Zweite Runde der NRW-Tarifgespräche begonnen
Die Tarifgespräche in der Metall- und Elektroindustrie Baden-Württembergs sind in die nächste Runde gegangen. Seit etwa 11.15 Uhr verhandeln die Arbeitgeber- und Arbeitnehmerseite in Kornwestheim (Kreis Ludwigsburg). Es ist die zweite Verhandlung in der laufenden Tarifrunde. Die erste Runde vor knapp drei Wochen war ohne Angebot seitens des Arbeitgeberverbands Südwestmetall zu Ende gegangen.
Arbeitgeber wollen Angebot vorlegen
Die Arbeitgeber würden dieses Mal ein Angebot vorlegen, sagte der Verhandlungsführer von Südwestmetall, Peter Sebastian Krause, kurz vor Beginn der Verhandlung. Der Wunsch sei es, schnell in einen lösungsorientierten Austausch zu kommen.
Die Chefin der IG Metall in Baden-Württemberg, Barbara Resch, sagte daraufhin, sie hoffe, dass das Angebot verhandlungsfähig sei. Die Beschäftigten bräuchten Sicherheit und Perspektiven, dafür brauche es Investitionen an den Standorten.
Die IG Metall hat für die etwa 900.000 Beschäftigten der Metall- und Elektroindustrie im Südwesten fünf Prozent mehr Geld gefordert. Die Beschäftigten arbeiten in ganz unterschiedlichen Branchen wie zum Beispiel Autoindustrie, Maschinenbau, Elektrotechnik oder Rüstungsgüter. Branchen wie die Autoindustrie stehen gerade wirtschaftlich mächtig unter Druck.
Gewinnbeteiligung bei erfolgreichen Betrieben gefordert
Zudem wolle man mit den Arbeitgeberverbänden über die Sicherung von Arbeitsplätzen und Standorten verhandeln und eine Gewinnbeteiligung für Beschäftigte in profitablen Firmen erreichen, hatte die Gewerkschaft vor der Tarifrunde mitgeteilt. Für Beschäftigte und Auszubildende in wirtschaftlich erfolgreichen Betrieben strebt die Gewerkschaft zudem eine tarifliche Gewinnbeteiligung an.
"Die Wettbewerbsfähigkeit unserer Unternehmen steht auf dem Spiel. Statt um Lohnerhöhungen muss es diesmal um wirkliche Entlastungen für die Firmen gehen", hatte der Südwestmetall-Vorsitzende Krause nach der ersten Verhandlung gesagt.
Die Friedenspflicht endet mit Ablauf des 31. Oktober. Warnstreiks wären also ab diesem Sonntag möglich./rwi/DP/zb
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