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Wiener Börse schließt tiefrot - ATX rutscht um 4,6 Prozent ab / Sehr schwaches europäisches Börsenumfeld nach negativen Signalen von US-Technologieschwergewichten - AT&S-Aktie rutscht zweistellig tiefer - Banken ebenfalls massiv unter Druck

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Der Wiener Aktienmarkt hat sich am Donnerstag sehr tief in der Verlustzone aus dem Handel verabschiedet. Der ATX rasselte um 4,6 Prozent auf 6.263,95 Punkte nach unten. Zur Wochenmitte hatte der heimische Leitindex noch 1,75 Prozent gewonnen. Auch an den europäischen Leitbörsen ging es am Berichtstag weit in den Minusbereich. Negativ aufgenommene Geschäftszahlen von US-Technologieriesen wie Tesla, IBM oder Meta drückten international merklich auf die Stimmung.

Die Finanzmärkte befinden sich zudem in einem schwierigen Umfeld, schrieben die Helaba-Analysten. Durch die fehlenden positiven Perspektiven im Ukraine- und Irankrieg verharren die Energiepreise auf hohem Niveau, wodurch Inflations- und auch Konjunktursorgen geschürt werden, hieß es weiter von den Experten.

Der Abwärtssog ging in Europa wieder einmal vom Technologiebereich aus. In Wien sackte die AT&S-Aktie in dem sehr schwachen Branchenumfeld zweistellig um beachtliche mehr als 18 Prozent ab. Am Vortag hatten die Titel des steirischen Leiterplattenherstellers noch über sieben Prozent gewonnen. Seit dem Jahresauftakt weisen die Aktien zudem in Summe ein beachtliches Plus von fast 340 Prozent auf.

Die Meldungslage gestaltete sich auf Unternehmensebene sehr dünn. Massiven Verkaufsdruck gab es auch bei den heimischen schwergewichteten Banken zu sehen. Die Titel der Erste Group verbilligten sich um satte 6,2 Prozent. Raiffeisen Bank International büßten 5,5 Prozent ein und BAWAG fielen um 5,3 Prozent.

Stark unter Druck standen auch die Aktien von FACC (minus 6,2 Prozent), SBO (minus 4,3 Prozent), Strabag (minus 4,0 Prozent), voestalpine (minus 4,3 Prozent), und RHI (minus 3,8 Prozent).

In der zweiten Börsenreihe gab Steyr Motors Geschäftszahlen bekannt. Der Panzermotorenhersteller, den der US-Drohnenentwickler Red Cat Holdings um 205 Mio. Euro übernehmen will, hat für das 3. Quartal eine operative Geschäftsentwicklung präsentiert, die leicht über der internen Planung liegt. Der Konzernumsatz im Vergleich zum entsprechenden Zeitraum 2025 stieg um gut 11 Prozent auf 12,5 Mio. Euro. Das bereinigte Ebit verbessert sich auf 1,4 Mio. Euro (3. Quartal 2025: 0,9 Mio. Euro). Die Aktie reagierte mit minus 0,6 Prozent.

ste/sto

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