APA - N A C H R I C H T E N Ü B E R B L I C K
"Gunkl" zu drei Jahren unbedingter Haft verurteilt
Wien - Der Kabarettist Günther Paal alias "Gunkl" ist am Donnerstag am Wiener Landesgericht wegen sexuellen Missbrauchs von Unmündigen (§ 207 StGB) und Besitzes von sexualbezogenem Kindesmissbrauchsmaterial (§ 207a StGB) zu drei Jahren unbedingter Haft verurteilt worden. Die zwei Frauen, die ihn unter Druck und zur Zahlung von insgesamt 159.000 Euro gebracht hatten, wurden wegen schwerer Erpressung schuldig erkannt.
Handels-KV - Erste Verhandlungsrunde ohne Ergebnis
Wien - Die erste Verhandlungsrunde für den Kollektivvertrag 2027 für 420.000 Angestellte und 19.000 Lehrlinge im Handel ist Donnerstagnachmittag nach fünf Stunden erwartungsgemäß ohne Ergebnis zu Ende gegangen. Die Arbeitgeber haben noch kein Angebot vorgelegt. Am 3. November wird weiter gefeilscht. Die Beschäftigten verlangen 3,8 Prozent mehr Gehalt, einen Zuschlag ab der ersten Stunde Mehrarbeit, eine Zulage für das kurzfristige Einspringen und eine verbindliche 5-Tage-Woche.
"Millionen" Hacker-Versuche weltweit wegen PHP-Lücke
Wien - Eine Sicherheitslücke im Internet hat am Donnerstag weiter für Aufregung gesorgt. Zahlreiche Seiten waren vorsorglich offline. Weltweit habe es "Millionen" Versuche von Hackern gegeben, die Schwachstelle auszunutzen, sagte der Chef des IT-Unternehmens Cloudflare, Matthew Prince, dem britischen Sender Sky. Ursache ist eine kritische Sicherheitslücke in der Programmiersprache PHP. In Österreich wurden den Behörden zufolge bisher keine diesbezüglichen Cyberattacken gemeldet.
Ukraine ordnet Teil-Evakuierung wichtiger Frontstädte an
Kiew (Kyjiw)/Moskau - Wegen des Vormarschs der russischen Armee müssen Familien mit Kindern auf Anordnung der ukrainischen Behörden die Städte Kramatorsk und Slowjansk im Osten des Landes verlassen. Das Gebiet der sogenannten verpflichtenden Evakuierung werde ausgedehnt und umfasse nun "alle Ortschaften der Ballungsräume Kramatorsk und Slowjansk", erklärte der Gouverneur der Region Donezk, Wadym Filaschkin, am Donnerstag im Onlinedienst Telegram. Er gab nicht an, wie viele Menschen betroffen sind.
Mutmaßlicher Russland-Spion in Deutschland festgenommen
Potsdam - In Brandenburg ist am Donnerstag ein mutmaßlicher Russland-Spion festgenommen worden. Der ukrainische Staatsbürger Vadym Y. soll für einen russischen Nachrichtendienst militärisch relevante Informationen gesammelt und dafür unter anderem Kontakte in die europäische Rüstungsindustrie genutzt haben. Die höchste deutsche Strafverfolgungsbehörde wirft ihm daher geheimdienstliche Agententätigkeit vor.
Tausende bei weiterer Demo für höheres Uni-Budget in Wien
Wien - Tausende sind am Donnerstag dem Aufruf der Österreichischen Hochschüler_innenschaft (ÖH) gefolgt und haben bei einer Demo in Wien die nachträgliche Erhöhung des Uni-Budgets gefordert. Schon im Frühjahr hatte die ÖH, damals mit der Universitätenkonferenz (uniko), Proteste in mehreren Uni-Städten organisiert und 40.000 Personen auf die Straße gebracht. Diesmal ging sie kurz nach dem Auftakt von 30.000 Teilnehmern aus. Die Regierung schließt einen Budget-Nachschlag aber aus.
Prozess um totes Baby im Burgenland fortgesetzt
Eisenstadt - Der Prozess um das tote Neugeborene, das im vergangenen Jänner am Grenzübergang Nickelsdorf (Bezirk Neusiedl am See) gefunden worden war, ist am Donnerstag am Landesgericht Eisenstadt fortgesetzt worden. Ein Urteil für die fünf Angeklagten war für den Abend geplant. Der damals erst 17-jährigen Mutter wird Tötung eines Kindes bei der Geburt vorgeworfen, ihrer Schwester, ihrem Schwager, ihrem Bruder und ihrer Mutter Beteiligung an einem Mord. Sie bekannten sich nicht schuldig.
Macron wirft "ultralinken" Gruppen Umsturzversuch vor
Paris - Nach den landesweiten Ausschreitungen am vergangenen Wochenende in Frankreich hat Präsident Emmanuel Macron "ultralinken" Gruppen einen versuchten Umsturz vorgeworfen. Die "organisierten" Gruppen hätten "aufrührerische Handlungen" von "äußerster Gefährlichkeit" begangen und versuchten, "die Republik zu Fall zu bringen", sagte Macron am Donnerstag in Paris. Begangene Straftaten müssten mit "größter Härte" geahndet werden, fügte er hinzu.
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red