APA - N A C H R I C H T E N Ü B E R B L I C K
"Millionen" Hacker-Versuche weltweit wegen PHP-Lücke
Wien - Eine Sicherheitslücke im Internet hat am Donnerstag weiter für Aufregung gesorgt. Zahlreiche Seiten waren vorsorglich offline. Weltweit habe es "Millionen" Versuche von Hackern gegeben, die Schwachstelle auszunutzen, sagte der Chef des IT-Unternehmens Cloudflare, Matthew Prince, dem britischen Sender Sky. Ursache ist eine kritische Sicherheitslücke in der Programmiersprache PHP. In Österreich wurden den Behörden zufolge bisher keine diesbezüglichen Cyberattacken gemeldet.
Handels-KV - GPA fordert 3,8 Prozent Gehaltserhöhung
Wien - Die Beschäftigten im Handel verlangen 3,8 Prozent mehr Gehalt, einen Zuschlag ab der ersten Stunde Mehrarbeit, eine Zulage für das kurzfristige Einspringen und eine verbindliche 5-Tage-Woche. Weiters soll die 6. Urlaubswoche früher erreicht werden können, betonte GPA-Chefverhandlerin Linda Keizer zum Start der Kollektivvertragsverhandlungen 2027 für rund 420.000 Angestellte und 19.000 Lehrlinge im Handel.
Sacharow-Preis geht an Internationalen Strafgerichtshof
Straßburg - Das Europaparlament zeichnet den unter starkem Druck der USA stehenden Internationalen Strafgerichtshof und seine Vertreter mit dem Sacharow-Preis aus. EU-Parlamentspräsidentin Roberta Metsola verkündete die Entscheidung am Donnerstag in Straßburg. "Die Europäische Union basiert auf der Achtung des Multilateralismus und der internationalen Institutionen, und dieser Preis würdigt die wichtige Arbeit des Gerichtshofs bei der Wahrung des Völkerrechts und der Gerechtigkeit."
Vier Tote nach Lawine in Salzburg: Ermittlungen eingestellt
Großarl/Salzburg - Am 17. Jänner 2026 sind bei einem Lawinenunfall im Großarltal (Pongau) vier Teilnehmer einer Alpenvereinstour ums Leben gekommen. Nun hat die Staatsanwaltschaft die Ermittlungen gegen die Bergführerin, die die Gruppe damals leitete, eingestellt. Wie Ricarda Eder, die Sprecherin der Salzburger Staatsanwaltschaft, am Donnerstag der APA mitteilte, "waren sowohl ein Sorgfaltsverstoß als auch eine Vorhersehbarkeit des Lawinenabgangs durch die Tourenführerin zu verneinen".
Kritik an Sobotkas Nicht-Erscheinen im Pilnacek-U-Ausschuss
Wien - Die Serie an prominenten Absagen im parlamentarischen Untersuchungsausschuss zur Causa Pilnacek geht weiter. Ex-Nationalratspräsident Wolfgang Sobotka (ÖVP), der für Donnerstag als Auskunftsperson geladen war, sagte sein Kommen in der Früh kurzfristig krankheitsbedingt ab. Zuvor hatte sich bereits die für den Nachmittag geladene Salzburger Landeshauptfrau Karoline Edtstadler (ÖVP) entschuldigen lassen. Vor allem FPÖ und Grüne kritisierten die Absagen scharf.
Nach Gesprächen erneut Raketenangriffe in der Ukraine
Kiew (Kyjiw)/Moskau - Ungeachtet neuer US-Vermittlungsbemühungen fanden zwischen Russland und der Ukraine erneut schwere Luftangriffen statt. In Kiew schlugen am Donnerstag nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj insgesamt 21 ballistische Raketen ein. Mindestens zwei Menschen seien dabei getötet sowie Infrastruktur und Gebäude beschädigt worden, erklärte Selenskyj einen Tag nach dem Treffen des russischen Präsidenten Wladimir Putin mit dem US-Sondergesandten Steve Witkoff.
Westbalkan-Gipfel in Montenegro macht Tempo bei Erweiterung
Montenegro/Sveti Stefan - Ein Gipfeltreffen mit Bundeskanzler Christian Stocker (ÖVP) in Montenegro macht Druck auf eine rasche Aufnahme der Westbalkan-Staaten in die EU. Der deutsche Bundeskanzler Friedrich Merz kündigte zum Auftakt des Treffens im Rahmen des "Berlin-Prozesses" am Donnerstag in dem Küstenort Sveti Stefan an, dass der Vorsitz dieser Initiative im nächsten Jahr von Montenegro an Österreich übergeben wird. Stocker sagte im Vorfeld, er unterstütze einen raschen EU-Beitritt Montenegros.
Haushaltsvermögen übersteigt erstmals Billionengrenze
Wien - Das Finanzvermögen der heimischen Privathaushalte hat erstmals die Billionengrenze überschritten. Im zweiten Quartal 2026 stieg es auf 1.011 Mrd. Euro, wie die Oesterreichische Nationalbank (OeNB) am Donnerstag mitteilte. Den größten Anteil daran haben Einlagen (34 Prozent), gefolgt von Beteiligungen und Wertpapieren (je 24 Prozent). Von dem Vermögen profitieren jedoch nicht alle gleichermaßen: Rund 70 Prozent entfallen auf die vermögendsten zehn Prozent der Haushalte.
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red