, dpa-AFX

PHP-Lücke: Wildberger sieht keine Hinweise auf Bundesangriff

Digitalminister Karsten Wildberger sieht derzeit keine Hinweise, dass Webseiten und IT-Systeme des Bundes von der PHP-Sicherheitslücke betroffen sind. Der "Bild"-Zeitung sagte der CDU-Politiker: "Wir nehmen diesen Vorfall und die aktuellen Warnungen sehr ernst." Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) habe gemeinsam mit dem ITZ-Bund sehr schnell und klar reagiert. Das ITZ-Bund ist das zentrale IT-Dienstleistungsunternehmen des Bundes.

Am Mittwoch waren auch mehrere Seiten von Bundesministerien vorsorglich vom Netz genommen worden. Grund ist eine gravierende Sicherheitslücke in der Programmiersprache PHP, die die IT-Welt und Betreiber von Webseiten weltweit alarmiert hat.

Dass Websites der Bundesverwaltung vorsorglich vom Netz genommen worden seien, nannte Wildberger eine richtige Entscheidung. "Nach unserem bisherigen Erkenntnisstand gibt es aktuell keine Hinweise auf eine erfolgreiche Kompromittierung von Systemen der Bundesverwaltung."

Minister: Beginn eines neuen Zeitalters der Cybersicherheit

Behörden und IT-Sicherheitsexperten hatten die Lage als außerordentlichen Notfall eingestuft, weil durch die Sicherheitslücke eine vollständige Übernahme betroffener Systeme droht und die Details der Lücke vorab unbeabsichtigt an die Öffentlichkeit gelangten. Viele Webseitenbetreiber haben ihre Internetauftritte vorsorglich vom Netz genommen. Inzwischen sind aber viele Websites wieder online.

"Der Fall zeigt auch: Wir stehen am Beginn eines neuen Zeitalters der Cybersicherheit. KI-basierte Tools können uns helfen, Schwachstellen schneller und präziser aufzuspüren als je zuvor", sagte der für die Digitalisierung des Bundes zuständige Minister. "Im digitalen Raum geht es jetzt um Geschwindigkeit, um Sicherheitslücken rechtzeitig zu identifizieren und zu schließen."/sl/DP/jha

AXC0195 2026-10-22/12:55

Copyright dpa-AFX Wirtschaftsnachrichten GmbH. Alle Rechte vorbehalten. Weiterverbreitung, Wiederveröffentlichung oder dauerhafte Speicherung ohne ausdrückliche vorherige Zustimmung von dpa-AFX ist nicht gestattet.