ROUNDUP/Aktien Frankfurt Schluss: Dax auf Vierwochenhoch - Zuversicht via SpaceX
Der Dax hat nach einem
schwächeren Start am Mittwoch wieder den höchsten Stand seit einem
Monat erreicht. Mit einem Plus von 1,35 Prozent auf 25.645,04 Zähler
ging der deutsche Leitindex aus dem Tag, nachdem er am Nachmittag
zeitweise über 25.700 Punkte geklettert war.
"Die Anleger schöpfen neue Hoffnung, dass die laufende
Berichtssaison den zuletzt unter Druck geratenen Technologie- und
Halbleiteraktien wieder Auftrieb verleihen könnte", sagte
Marktanalyst Andreas Lipkow vom Broker CMC Markets. Wichtiger
Treiber für derlei Erwartung waren positive Nachrichten vom
Raumfahrt- und KI-Konzern SpaceX , der im vergangenen
Quartal einen Milliardengewinn erwirtschaftete. Zudem bestätigte
Konzernchef Elon Musk Überlegungen zu einem Zusammenschluss mit dem
ebenfalls von ihm geführten Elektroautobauer Tesla .
Gestützt auf KI-Werte und die Adidas -Aktie gelang dem
Dax die Rückkehr über wichtige mittelfristige Trendlinien. Am Vortag
hatte er knapp über der 21-Tage-Durchschnittslinie, die den
kurzfristigen Trend signalisiert, geschlossen. Der MDax
, der Index der mittelgroßen Werte, ging zur
Wochenmitte mit einem Plus von 0,85 Prozent auf 30.650,79 Punkte aus
dem Tag.
Im Dax zählten Infineon , Siemens und
Siemens Energy mit Kursgewinnen zwischen 2,0 und 2,6
Prozent zu den besten Werten. Die Aktie des Softwareherstellers SAP
, der an diesem Abend nach dem US-Börsenschluss seine
Quartalsbilanz vorlegt, gewann an der Dax-Spitze 3,5 Prozent.
Das Adidas-Papier legte um 1,7 Prozent zu. Der
Sportartikelhersteller hatte am Dienstagabend nach Börsenschluss mit
starken Quartalszahlen und einer angehobenen Prognose für den
Betriebsgewinn im laufenden Jahr überrascht.
Für den Anteilschein von Fresenius Medical Care (FMC)
ging es im Dax um 2,6 Prozent abwärts. Reformpläne des
US-Gesundheitsministeriums für die Behandlung von Nierenerkrankungen
belasteten. Laut UBS-Analyst Graham Doyle ist das Vorhaben zwar erst
in einem frühen Stadium, die Vorschläge seien insgesamt jedoch ein
"klarer Negativfaktor".
Das Technologieunternehmen Jenoptik , das wie viele
andere Techwerte von Anlegern zu den KI-Profiteuren gezählt wird,
hob am Nachmittag seinen Margenausblick an. Die Aktie sprang
daraufhin an der MDax-Spitze um 12,1 Prozent hoch. Dem Unternehmen
kamen den Angaben zufolge zuletzt gute Geschäfte mit
Halbleiterausrüstern zugute, insbesondere der Chipindustrieausrüster
ASML ist ein wichtiger Kunde.
Eine Erholungsbewegung war im Immobiliensektor zu beobachten. Grand
City Properties nutzte den gedrückten Kurs des
Konkurrenten LEG für ein Finanzinvestment und erwarb
20 Prozent der Anteile des Wohnimmobilienunternehmens. LEG gewannen
4,5 Prozent und Grand City 5,6 Prozent. Außerdem profitierte der
Kurs des Grand-City-Großaktionärs Aroundtown . Diese
Aktie legte um 5,4 Prozent zu.
An der SDax -Spitze ging es für das
Papier von Friedrich Vorwerk um 8,9 Prozent nach
oben. Nach einem Ergebnissprung im dritten Quartal hob der
Anlagenbauer für Erdgas-, Strom- und Wasserstoffanwendungen ein
weiteres Mal seine Jahresziele an. Schub gab dies auch der Aktie von
Großaktionär MBB , die an zweiter Stelle im
Kleinwerte-Index um 7,9 Prozent zulegte./ck/he