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Ölpreise geben nach - Mehr Öltransporte durch die Straße von Hormus

Die Ölpreise sind am Mittwoch gefallen. Nachdem sie im frühen Handel noch zulegten, drehten sie im Tagesverlauf in die Verlustzone. Ein Barrel (159 Liter) der Referenzsorte Brent aus der Nordsee kostete 108,30 US-Dollar. Das ist fast ein halbes Prozent weniger als am Vortag.

Am Markt wurde der Preisrückgang mit Meldungen über steigende Transportmengen durch die für den Ölhandel wichtige Straße von Hormus begründet. Zuletzt haben die Analysefirmen Kpler und Vortexa darauf hingewiesen, dass die Exporte aus der Krisenregion im Nahen Osten seit dem Sommer deutlich angestiegen sind. Die Angriffe des Iran auf Handelsschiffe hätten die Transportmengen nicht drastisch verringert.

Allerdings ist es schwer zu erfassen, wie viele Tanker mit Rohöl die Wasserstraße aus den Fördergebieten am Persischen Golf passieren, da Schiffe oftmals ihre Transponder ausschalten. "Hohe Exportmengen bedeuten nicht zwangsläufig geringere Risiken", sagte Arne Lohmann Rasmussen, Chefanalyst bei Global Risk Management. Die Schiffspassagen durch die Straße von Hormus würden weiterhin anfällig für Angriffe bleiben, während außergewöhnlich hohe Versicherungsprämien den Öltransport nach Einschätzung von Rasmussen verteuern.

Jüngste Meldungen über Schäden an Handelsschiffen, die durch die Straße von Hormus fahren, konnten den Notierungen am Ölmarkt keinen neuen Auftrieb verleihen. Der staatliche iranische Sender IRIB News hatte berichtet, dass ein Tanker in der Straße von Hormus auf eine Seemine gelaufen sei - ohne jedoch das Schiff zu identifizieren oder den Zeitpunkt des Vorfalls zu nennen.

Bereits am Dienstagnachmittag hatten die Ölpreise zeitweise deutlich nachgegeben, nachdem am Markt vage Hoffnungen auf diplomatische Fortschritte im Iran-Krieg aufgekeimt waren. Zeitweise war es mit dem Preis für Öl der Sorte Brent bis auf knapp 106 Dollar nach unten gegangen./jkr/la/he

AXC0248 2026-10-21/16:10

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