Kartellamt: NOZ/mh:n darf Zeitungsgruppe Ostfriesland übernehmen
Die geplante Übernahme der regionalen Zeitungsgruppe Ostfriesland (ZGO) durch die Mediengruppe NOZ/mh:n ist freigegeben. "Wir haben den Zusammenschluss freigegeben, obwohl er in einzelnen Regionen Ostfrieslands zu erheblichen Wettbewerbsproblemen führen könnte", sagte der Präsident des Bundeskartellamtes Andreas Mundt laut einer Mitteilung. "Im Rheiderland würde der bisherige Wettbewerb zwischen zwei regionalen Tageszeitungen sogar vollständig entfallen."
Für eine Untersagung gebe es jedoch gesetzliche Grenzen. Wenn die betroffenen Märkte eine bestimmte Umsatzschwelle nicht erreichen, könne das Bundeskartellamt einen Zusammenschluss grundsätzlich nicht untersagen. "Das ist hier der Fall."
Die beteiligten Unternehmen hatten ihre Pläne im September bekanntgegeben. Demnach übernimmt die NOZ/mh:n-Gruppe die Anteile von der Siebe Ostendorp GmbH und der Gerhard Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. KG, wie die ZGO mitteilte. Die verbliebenen Anteile seien im Besitz von Robert Dunkmann und Dietmar Müller-Dunkmann. Der Kaufpreis wurde nicht genannt.
Die ZGO teilte damals mit, sie bleibe ein großes, eigenständiges ostfriesisches Medienhaus. "Die lokale Identität und die redaktionelle Unabhängigkeit bleiben erhalten." Arbeitsverträge blieben von der Übernahme unberührt.
NOZ/mh:n-Gruppe expandiert
Die NOZ/mh:n-Gruppe will mit der Übernahme weiter expandieren. Sie hatte schon im Mai angekündigt, die Mehrheit am Medienhaus BruneMettcker in Wilhelmshaven zu übernehmen. 2016 hatte NOZ Medien - so hieß die Gruppe damals - die medien holding:nord-Gruppe gekauft, zu der mehr als 30 Tageszeitungen in Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern gehörten.
Zu der NOZ/mh:n-Gruppe gehören laut Website mehr als 40 Unternehmen, und sie beschäftigt mehr als 3.000 Mitarbeiter. Die Gruppe veröffentlicht unter anderem die "Neue Osnabrücker Zeitung"./svv/DP/mis
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