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Wiener Börse - ATX verliert 0,82 Prozent / Leichte Hoffnung auf Lösung im Konflikt USA-Iran dämmt Verluste ein - Technologiewerte unter Druck - AT&S mit minus 6,7 Prozent

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Der Wiener Aktienmarkt ist am Dienstag im Minus aus dem Handel gegangen, konnte die anfänglichen starken Verluste aber noch etwas eindämmen. Der heimische Leitindex ATX fiel um 0,82 Prozent auf 6.452,99 Punkte. Für den ATX Prime ging es um 0,84 Prozent auf 3.168,08 Zähler hinunter. Ein ähnliches Bild zeigt sich auch an den wichtigsten europäischen Börsen.

Die Märkte reagierten auf vage Hoffnungen, dass es im festgefahrenen Konflikt zwischen den USA und dem Iran eine Lösung geben könnte, hieß es. Es gibt Gerüchte über einen möglichen Kompromissvorschlag von Vermittlern aus Katar und Pakistan, der den Forderungen beider Seiten gerecht werden soll.

Nachdem der Preis für Rohöl der Sorte Brent wegen der Sorge vor weiteren Angriffen auf Öltanker in der Straße von Hormuz fast auf 112 Dollar je Barrel und damit auf den höchsten Stand seit fünf Monaten gestiegen war, fielen sie im Verlauf wieder. Zuletzt lagen sie bei 108,4 US-Dollar und damit 1,1 Prozent unter dem Vortagesschluss.

Techwerte im Tief

Sorgen über die weitere Entwicklung im Technologiesektor haben die Anleger an den Börsen anfänglich auf Trab gehalten. Das spürt auch der steirische Halbleiterhersteller AT&S, dessen Anteilscheine heute am Ende des ATX 6,6 Prozent abgegeben haben.

Heute hat ein Gericht im russischen Kaliningrad einer Klage des russischen Strabag-Aktionärs Rasperia Trading Limited stattgegeben und die Raiffeisenbank Russland sowie österreichische Strabag-Kernaktionäre zur Zahlung von 342 Mio. Euro verurteilt. Dies sagte ein RBI-Sprecher der APA. Die Forderung von Rasperia bezog sich auf eine Schadenersatzklage in Wien, wo ein Klagslimit um 300 Mio. Euro überschritten wurde und 42 Mio. Euro Gerichtsgebühren angefallen waren. RBI drehten zum Tagesschluss 1,1 Prozent in den Gewinnbereich. Strabag gaben 0,4 Prozent ab.

Banken ohne gemeinsame Richtung

Die weiteren im ATX schwer gewichteten Bank-Titel tendierten im Verlustbereich. Erste Group-Papiere gingen 1,5 Prozent hinunter. BAWAG verloren 1,71 Prozent auf 160,80 Euro. Analysten der Deutsche Bank Research haben ihr Kursziel für die Aktien der BAWAG von 191 auf 193 Euro nach oben revidiert. Zudem bestätigte die Deutsche Bank-Expertin Marlene Eibensteiner ihre Kaufempfehlung "Buy" für die BAWAG-Anteilscheine. Die "Investment-Story" bleibe intakt, schreibt sie nach Vorlage der jüngsten Quartalszahlen der Bank.

Die Analysten der Deutsche Bank Research haben ihr Kursziel auch für die Aktien des steirischen Anlagenbauers Andritz von 95 auf 99 Euro erhöht. Die Empfehlung "Buy" wurde gleichzeitig vom zuständigen Experten Lars Vom-Cleff bestätigt. Andritz-Aktien notierten mit plus 0,38 Prozent bei 80,00 Euro.

Die Analysten der Wiener Privatbank haben ihr "Kaufen"-Votum für die Aktien der Schoeller-Bleckmann (SBO) nach Zahlen für das zweite Quartal bestätigt. Auch das Kursziel (fairer Wert) für die Titel des Ölfeldausrüsters wurde mit 45,10 Euro bestätigt. SBO verloren heute 1,0 Prozent auf 29,15 Euro.

Die fallenden Ölpreise zogen OMV nach unten. OMV-Titel lagen 1,0 Prozent tiefer. An der Spitze des ATX standen CA Immo mit 2,9 Prozent Zuwachs.

moe/mik

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