ROUNDUP/Aktien New York: Tech-Sorgen bleiben - Dow im Plus
Die US-Technologiebörse Nasdaq zeigt sich am
Dienstag nach jüngster Stabilisierung wieder anfällig für Verluste.
Vor den nach Handelsschluss anstehenden Quartalszahlen der
Tech-Riesen Netflix und SpaceX überwog
im frühen Geschäft bei den Anlegern die Zurückhaltung. Ein
enttäuschender Börsengang in der südkoreanischen KI-Branche bremste
zusätzlich die Kaufbereitschaft.
Gut eine halbe Stunde nach Eröffnung sank der Tech-Auswahlindex
Nasdaq 100 um 0,21 Prozent auf 29.466 Punkte. Der zu
Wochenbeginn kaum bewegte Leitindex Dow Jones Industrial
legte um 0,78 Prozent auf 52.373 Zähler zu. Der
marktbreite S&P 500 notierte mit plus 0,21 Prozent
auf 7.707 Punkten.
Das Technologie- und KI-Infrastruktur-Unternehmen Elice hatte am
Dienstag einen historisch schwachen Börsengang in Seoul hingelegt:
Zum Handelsende lagen die massiv überzeichneten Aktien fast ein
Drittel unter ihrem Ausgabepreis.
"Privatanleger haben vielleicht blind darauf vertraut, dass Aktien
bei einem Börsengang immer steigen würden", kommentierte Jo Hyunik,
Leiter der Anlageabteilung bei Iroom Investment Advisors in Seoul.
Doch während diejenigen, die zum Zug gekommen seien, Verluste
erlitten hätten, hätten die meisten Privatanleger bei der Zeichnung
nur wenige Aktien erwerben können, fügte er hinzu.
Einige Unternehmen mit Quartalsbilanzen standen am Dienstag im
Blick. Die Papiere von 3M verzeichneten ein Kursplus
von 5,3 Prozent. Der Mischkonzern hatte die Gewinnerwartungen
übertroffen und das zweite Quartal in Folge den Jahresausblick für
das bereinigte Ergebnis je Aktie angehoben.
Vorsichtigere Jahreserwartungen drückten hingegen die Aktien des
Autobauers General Motors (GM) um 5,4 Prozent nach
unten. Der Quartalsbericht und das angekündigte 20 Milliarden
US-Dollar schwere Aktienrückkauf gerieten in den Hintergrund. Die
Chefin der Auto-Ikone, Mary Barra, warnte, die Herausforderungen
nähmen zu.
Die Anteile von RTX gewannen 2,1 Prozent. Der
Luftfahrt- und Rüstungskonzern erhöhte abermals angesichts guter
Geschäfte seine Erwartungen an das Jahr 2026. Auch der
Triebwerkbauer GE Aerospace schraubte dank einer
starken Nachfrage seine Jahresziele nach oben. Den Aktien von GE
Aerospace half dies jedoch nichts, der Kurs sank um 4,5 Prozent.
Die Papiere von CoreWeave blieben angezählt und
sanken um 3,5 Prozent. Der Anbieter von KI-Cloud-Computing-Diensten
stand zuletzt wegen Sorgen über einen möglichen Finanzbedarf
besonders im Fokus./ajx/he