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Wiener Börse (Mittag) - ATX verliert 1,3 Prozent / Schwache Vorgaben aus Asien - Technologiewerte unter Druck - AT&S verliert 5,7 Prozent

Der Wiener Aktienmarkt hat sich Dienstagmittag weiter mit starken Abgaben präsentiert. Der heimische Leitindex ATX fiel um 1,27 Prozent auf 6.426,82 Punkte. Für den ATX Prime ging es um 1,25 Prozent auf 3.154,35 Zähler hinunter. Ein ähnliches Bild zeigt sich auch an den europäischen Börsen.

Schwache Vorgaben aus Asien belasten besonders den Technologiesektor. Der US-Technologieindex Nasdaq 100 hatte sich am Vorabend zwar etwas stabilisiert nach seinem jüngsten Rutsch, doch in Asien ging es nun wieder abwärts. So ging es für die Papiere des Halbleiterherstellers AT&S als ATX-Schlusslicht 5,7 Prozent abwärts.

Zudem steigt der Ölpreis wieder. Der Preis für Rohöl der Sorte Brent kletterte mit der Sorge vor weiteren Angriffen auf Öltanker in der Straße von Hormus über 111 Dollar je Barrel und damit auf den höchsten Stand seit fünf Monaten.

In Deutschland trübt sich zudem das Konjunkturbild etwas ein. Die Einschätzung von Finanzexperten und Analysten zur Konjunktur in Deutschland hat sich nämlich erstmals seit fünf Monaten wieder verschlechtert. Die ZEW-Konjunkturerwartungen, das Stimmungsbarometer des Forschungsinstituts ZEW, fielen im Oktober im Vergleich zum Vormonat um 6,6 Punkte auf 28,1 Punkte, wie das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) in Mannheim mitteilte. Volkswirte hatten einen Dämpfer erwartet, waren aber im Schnitt nur von einem Rückgang auf 30 Punkte ausgegangen.

In Österreich könnten sich die Blicke - zumindest kurzfristig - auf die Raiffeisen Bank International (RBI) und Strabag richten. Im Konflikt mit anderen Strabag-Kernaktionären hat nämlich die zumindest ehemals vom russischen Milliardär Oleg Deripaska kontrollierte und von der EU sanktionierte Rasperia Trading Limited eine womöglich letzte Klagsforderung spezifiziert: Laut Antrag vom 16. Oktober fordert Rasperia von der RBI-Tochter Raiffeisenbank Russland sowie von Strabag-Kernaktionären 342 Mio. Euro, erklärte ein RBI-Sprecher der APA. Die Causa wird heute vor Gericht in Kaliningrad verhandelt. RBI büßten bisher 1,3 Prozent ein. Strabag gaben 2,6 Prozent ab.

Auch die weiteren im ATX schwer gewichteten Bank-Titel lagen im Minus. Erste Group-Papiere gingen 1,8 Prozent hinunter. BAWAG verloren 0,98 Prozent auf 162,00 Euro. Analysten der Deutsche Bank Research haben ihr Kursziel für die Aktien der BAWAG von 191 auf 193 Euro nach oben revidiert. Zudem bestätigte die Deutsche Bank-Expertin Marlene Eibensteiner ihre Kaufempfehlung "Buy" für die BAWAG-Anteilsscheine. Die "Investment-Story" bleibe intakt, schreibt sie nach Vorlage der jüngsten Quartalszahlen der Bank.

Die Analysten der Deutsche Bank Research haben ihr Kursziel auch für die Aktien des steirischen Anlagenbauers Andritz von 95 auf 99 Euro erhöht. Die Empfehlung "Buy" wurde gleichzeitig vom zuständigen Experten Lars Vom-Cleff bestätigt. Zum Vergleich: Dienstagmittag notierten Andritz-Aktien mit minus 1,25 Prozent bei 78,70 Euro.

Anziehende Ölpreise zogen OMV noch nicht nach oben. OMV-Titel lagen 0,4 Prozent tiefer.

Im positiven Bereich notierten lediglich Vienna Insurance (plus 0,7 Prozent), Lenzing (plus 0,6 Prozent und CA Immo (plus 0,2 Prozent).

moe/ste

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